Gelmersee, Griespass, Tessin

Nachdem unsere Ferien dieses Jahr irgendwie regelrecht ins Wasser fallen und sonst ausser Plan laufen, konnten wir doch noch ein paar Tage gemeinsam verbringen.

Am Mittwoch nach der Arbeit, wollte ich so schnell wie möglich nach Interlaken wo mich Priska, die drei Tage Ferien alleine genoss, am Bahnhof abholen sollte. Mit Sack und Pack, Rucksack und Bike ging es schwer beladen zum Bahnhof. Erst in Bern bemerkte ich, dass der ICE keine Bike’s transportiert. Nachdem ich es dennoch versuchte, man weiss ja nie,  und mich dann die „nette“ 🙁 Bahnangestellte wieder aus dem ICE schoss, kam ich halt verspätet in Interlaken an. Nichtsdestotrotz genossen wir den Abend in einer amüsanten Beiz in Niederied. Die ruhige Nacht in der Nähe vom Flughafen Meiringen war ruhig. Doch am morgen wurden wir geweckt. Zwar nicht von FA18 oder Gripen, dafür von Baumaschinen die die Landebahn bearbeiteten.

 

Der Gelmersee war das heutige Donnerstags Ziel. Die spektakuläre Bahnfahrt genossen wir trotz langer Wartezeit die wir mit einem Käseplättchen überbrückten. Auch Flammy fühlte sich auf der Bahn wohl, die uns sehr steil (108%) hoch zum See führte. Bei prächtigem Wetter genossen wir die kurze Wanderung um den Gelmersee. Den Multicache konnten wir in dieser sehr schönen Gegend auch gut finden. Da wir (leider) retour gelöst hatten fuhren wir auch wieder mit der Bahn runter ins Tal. Ein tolles Erlebnis wobei uns das runterewander wegen der tollen Gegend auch gereizt hätte

Inklusive Cachesuche fuhren wir nun gemütlich mit der Tschuppet über den Grimselpass, runter nach Ulrichen, wo es dann schon wieder hoch Richtung Nufenen ging. Vor der Passhöhe fanden wir an der Ägene auf ca. 1700m eine schöne Übernachtungsmöglichkeit. Das Feuer war schnell entfacht und das Nachtessen wie immer sehr lecker. Ein bisschen viele Fliegen hatte es schon, doch diese liessen uns in der Nacht ruhig schlafen, da Fliegen in der Nacht nicht fliegen können 🙂

 

Das Frühstück genossen wir erst nach einer kurzen Fahrt bis fast auf die Nufenen Passhöhe. Dafür verpflegten wir uns an der Sonne. Die wunderschöne Aussicht animierte uns von da aus was zu erwandern. Kurzfristig wurde der Wegweiser und die Karte studiert. Über das „Mändeli“ wo die höchstgelegene Windenergieanlage von Europa steht 2498m, wanderten wir über Schneefelder bis zum Griespass der die Grenze zu Italien markiert. Es hätte uns stark „gegluschtet“ den Sprinzweg weiter bis nach Domodossala zu laufen. Doch dieses unterfangen sparen wir für später auf. Denn wir mussten ja irgendwie wieder zurück zum Camper. Doch weil 2mal der gleiche Weg wandern langweilig ist, entschieden wir uns rechts um den Nufenenstock zu marschieren. Eine super schöne alpine Gegend mit schönen Seeli, interessanten Pflanzen und auch noch mit viel Schnee und Eis. Bei der SAC Hütte „Cap. Corno-Gries“ genossen wir Kaffee und Kuchen. Weil wir noch einen Termin im Tessin hatten, mussten wir uns langsam sputen. Denn der Weg zur Tschuppet war noch lang. Kurzerhand wurde uns von zwei einheimischen Frauen eine Mitfahrgelegenheit angeboten, die wir gerne annahmen. So wanderten wir nur noch abwärts bis zur Passstrasse wo uns dann der Taxidienst wieder zur Tschuppet brachte. Nicht ein Jaguar mit Leder aber dennoch bequem für Flammy und uns. Herzlichen Dank nochmals!

Gegen Abend trafen wir dann in Ascona ein. Nach der erfrischenden Dusche genossen wir den Abend mit Daniela und Gabriel, in einem gemütlichen Grotto im Maggiatal. Die feine Polenta und Braten, den Wein, die Musik, die Gesellschaft… Wunderbar! Merci öich!

 

Nach dem gemeinsamen Frühstück mit den Zweien, ging es schon bald wieder los. Während Daniela und Gabriel den Heimweg antraten, fuhren wir nach San Carlo im Bavonatal. Dank dem Geocachen entdeckten wir eine schöne und interessante „Steinsiedlung“. Auch sonst ist das Bavonatal wunderschön zum laufen. Nachdem wir die Cervelat genossen und die Füsse abgekühlt hatten, entschieden wir uns langsam und gemütlich den Heimweg anzutreten. Aber einen Tag haben wir noch vor uns. So fuhren wir auf Haupt und Nebenstrassen Richtung Gotthard zu. Bei Lavorgo machten wir einen Abstecher bzw. einen „Hochstecher“ rauf nach Anzonico. In einem Restaurant das Priska vom Swisstrail her kannte, genossen wir feine und auch viel Pasta. Den Camper parkierten wir kurzerhand auf dem wohl einzigen geraden Parkplatz im Dorf, wo wir auch gleich übernachteten.

 

Am Sonntag war das Wetter wieder einmal ein Thema. Entweder jetzt Richtung Deutschschweiz zu wo es wohl schon regnet oder gleich von hier aus laufen wo es noch nicht regnet. Sehr kurzfristig entschlossen wir uns von da aus houptsach ufwärts nach Monte Angone zu wandern. Schon nach kurzer Zeit durften wir die Regenkleider anziehen. Und was wir auch nicht wussten war, dass im Dorf Monte Agnone ein Fest stattfand. So wurden wir von Polenta, Musik, Käse und Wein dort begrüsst. Wir genossen das kleine festige Treiben sehr und verpflegten uns genüsslich . Unser Weg führte uns dann durch schöne Wälder via Singiasco, Deiro und Cavagnago zurück zum Camper. Wir genossen auf einer kurzweiligen Tour eine grosse Überraschung. Und auf dem Rückweg zum Camper grüsste uns auch noch die Sonne.

Den Heimweg führte uns noch über den regnerischen Gotthard. Die Fahrt durch das sehr kräftige Gewitter nach Hause war nicht motivierend. Die paar Tage haben wir aber sehr fest genossen. Danke Priska für die wunderbaren Momente!

 

Die steile Gelmerbahn
Die steile Gelmerbahn
Wer hat mehr Angst? Priska oder Flammy?
Wer hat mehr Angst? Priska oder Flammy?
Gelmersee
Gelmersee
Mit den Crocs auf dem Grimsel :-)
Mit den Crocs auf dem Grimsel 🙂
Frühstück auf dem Nufenen
Frühstück auf dem Nufenen
Windenergie auf fast 2500m
Windenergie auf fast 2500m
Noch viel Schnee für diese Jahreszeit
Noch viel Schnee für diese Jahreszeit
Val Corno. Hier führte mal der Griesgletscher durch...
Val Corno. Hier führte mal der Griesgletscher durch…
Happy
Happy
SAC Hütte "Corno Gries"
SAC Hütte „Corno Gries“
Fussbad auf dem Nufenen
Fussbad auf dem Nufenen
Steinsiedlung im Bavonatal
Steinsiedlung im Bavonatal

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Polenta auf dem Monte Agnone...
Polenta auf dem Monte Agnone…
...und noch bischen Fleisch dazu.
…und noch bischen Fleisch dazu.
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Ein Gedanke zu „Gelmersee, Griespass, Tessin

  • 31. Juli 2014 um 21:40
    Permalink

    Hallo ihr zwoï schätzeli.
    So dir heit wider en schöni tour gmacht. Numme witer so, ig lese verrukt gärn eue bitrag, u lehre au schöni landschafte u berge kenne. Tip top ig freue mi scho ufe nächst. Lg Küssli bis bald

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