Auffahrtswanderung im Entlebuch

Am Mittwoch machte mir Beat via Whatsapp den Vorschlag schon am Mittwochabend mit der Tschuppet in Richtung Entlebuch zu fahren. Soweit eine gute Idee. Ich war aber auch sicher das er auch schon ein Ziel mit hochstwarscheinlich mehreren hundert Höhenmeter im „Gusu“ hatte. Was sonst? Also fragte ich nach: „Blaue Tosse“ war die Antwort. Noch nie gehört und keine Ahnung wo sich dieser Hügel befindet. Aber der Name gefiel mir. Also ok, denn das Wetter soll ja am Donnerstag noch einigermassen gut sein bevor es Freitag wieder Mal regnen soll. Packen, Tschuppi aufwärmen, Flammy geschirren und ab auf Hindelbank den Initiant abholen.

 

Unterwegs ins Entlebuch kamen mehrere Meldungen von heftigen Gewitter. Ein wunderbares aufgeladenes Spektakel präsentiert sich vor uns: ein Gemisch von verschiedenen Wolken, Sonnenstrahlen, von riesige Regentropfen und auf einmal auch Hagel. Unter einem Vordach bei einer Tankstelle wurde Tschupettes zarte Karosserie schnell in Sicherheit gebracht. Als die Gewitterzelle vorüber war konnten wir einen schönen Regenbogen bestaunen. Weiter ging es.

In Schüpfheim mussten wir noch ein Fragenzeichencache (natürlich von Beat gelöst…) nachgehen. Nach dem Fund machten wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Platz zum Übernachten. In der Nähe des Campings von Thorbach fanden wir unseren Platz. Wir genossen ein super Nachtessen im Restaurant Thorbach, wo die Gastfreundschaft ebenfalls zu erwähnen ist. Während dem Essen schauten wir nochmals die Landkarte an. Nach einigem Hin und Her, pro und kontra,  über das ursprüngliche Projekt „Rosa Tussi“ oder war’s „grüne Tasse“, nein es war“ blaue Tosse“, entschlossen wir uns, dass es diesmal nicht passt. Wir entscheiden uns für das Hochmoorgebiet Südöstlich von Flühli und die naheliegenden Gipfeln Bleikechopf (1680.M) und Haglere (1948 M).

 

Nach einer erholsamen Nacht, zwei Kaffees und die für Beat notwendige z’Morgenschnitte (ohne diese geht es einfach nicht!) starten wir unsere Wanderung um 07.15 Uhr. Nach knapp 200 Meter an der Waldemme entlang, hiess es schon “ Es het eine hie…“. Was sonst als ein Cache? In der Hoffnung, das Beat nicht unter Entzungserscheinung leidet (es hat keine Cache dort oben!) verlassen wir nun der Emmenuferweg. Der erste Teil der Strecke bis Oberflühli war auf asphaltierte Strasse eher langweilig. Die Langweile war schnell vergessen als wir den Weg verlassen hatten. Es ging zwar steil aufwärts, aber auf einem mit Wasser vollgezogene, moorigen und weichen Boden war das sehr angenehm. Auf der Bleikenchopf angekommen hatten wir schon 750 Höhenmeter absolviert! Die zwei kommenden Kilometer im Hochmoorgebiet waren 100-mal der Aufstieg Wert! So was von schön! Dies hier zu beschreiben währe zu lange. Der Link gibt weitere Informationen zu diesem Gebiet.

Noch die letzten 150 Hohenmeter vernichten und endlich die verdiente Rast geniessen! Wouahh diese Aussicht zur Schrattenfluh, Brienzer Rothorn und die weiteren Berge! Wir genossen noch einige Zeit die Aussicht, danach folgte der steile Absteig nach Sörenberg. Dort angekommen meldete sich das GPS von Beat für… ein Cacherätsel. Die Koordinaten berechneten wir im Tea-Room begleitet von feiner Glacé. Diese half uns leider nicht und die Suche war erfolgslos. Na ja.. zum Glück hatte es noch 18 Caches der Waldemme entlang Richtung Flühli, die wir bis auf einen alle fanden! Total zufrieden und auch ein wenig müde genossen wir noch ein erfrischendes Bier beim Kneippen in der Emme. War das eine schöne Auffahrt!!

22km, 1100Hm, ca.7h Wanderzeit

PS: Die blaue rosa grüne Tosse werden wir sicher ein anders Mal besuchen!

 

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