Glacier 3000 Run

Während Beat sich schon über Wochen bzw. Monate vorbereitet hat sich Priska am Freitag spontan entschieden sich für den „Glacier 3000 Run“ anzumelden. Ok, wir hatten nicht ganz die selbe Strecke zu absolvieren. Während ich mich für die 26km lange Orginalstrecke mit 2000HM entschied, startete Priska bei den Alpine Nordic Walker, die von der Oldenegg starteten und auf 6 Kilometer happige 1000HM vor sich hatten.

 

Die Anfahrt mit dem Zug nach Gstaad war angenehm. In Bern gesellte sich auch Manuela Boss zu uns, die mit mir schon andere Läufe absolvierte. Die Startvorbereitungen wurden getroffen, kurz aufgewärmt und bereits um 10Uhr erfolgte der Startschuss. Locker und in gutem Tempo joggten wir durch das Tal Richtung Gsteig. Doch bereits nach ca. 7 Kilometer spürte ich ein Stechen in meiner Wade. Die 3 Wadenkrämpfe die ich letzte Woche in in der Nacht hatte, zeigten nun wohl Wirkung. Tempo reduzieren und abwarten wie sich der Schmerz weiter entwickelt war angesagt. Die Strecke führte am Anfang über Asphalt und dann oft dem Wanderweg an der Saane entlang. Die Temperatur im Tal war hoch.

Die Schmerzen liessen nicht nach. Nein bei Kilometer 11 waren Sie so stark, dass ein „rundes“ Joggen nicht mehr möglich war. Der Plan war nun raschmöglichst einen Massageposten anzusteuern. Doch vorweggenommen.Der Erste und einzige Massageposten war erst bei der Cabane bei Kilometer 23.  Zum Glück liess der Schmerz in Reusch wieder etwas nach. Aber gut und schmerzfrei laufen ist ein anderes Gefühl.

Von Reusch aus steigt die Strecke auf 10km 1600 Höhenmeter an. Kurz nach Reusch traf ich auf meine Eltern die Flammy hüteten und mich und Manuela unterstützten. Nach einem kurzen Schwatz liefen wir dann weiter. Danke für die Petflasche mit Wasser. Immer wieder aufgefüllt trugen wir die Flasche bis auf 2500m.

 

Um 11:30h startete auch Priska von der Oldenegg auf Ihre Strecke. In guter Gesellschaft in einer Gruppe von der Organisation „Innocence in Danger“, die sich für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch einsetzen, marschierte Priska dem Ziel entgegen. Immer wieder begegnete Priska der Truppe. Bei einem Verpflegungsposten schnappte Sie sich ein „Gel“ zum einnehmen.  „Kluger Rat, Notvorrat“ wurde dieses im BH versteckt. Dass der Gel-Beutel bereits vorher geöffnet wurde bemerkte Priska erst unterwegs als das Gel über bzw. unter dem Shirt und die Hose lief. Ok, vielleicht ist dies auch leistungsfördernd 😛 . Ein Telnehmer der „Innocence Gruppe“ war dann so nett und schenkte Priska ein T-Shirt, das Sie im Ziel dankend entgegen nahm. Auch Priska genoss Ihr Lauf sehr. Schmerzfrei und mit riesigem Stolz erreicht Sie das Ziel auf fast 3000m nach 1h51. Herzliche Gratulation !!! Das gibt Motivation und Sicherheit für weitere sportliche Herausforderungen.

 

Ich kämpfe mich mit meiner angeschlagenen Wade weiter den Berg hoch. Die Schmerzen waren erträglich. Jedoch dachte ich in meinem bevorzugten Gelände, dem Berg, schneller vorwärts zu kommen. Wenn die Wade so bleibt, dann erreiche ich auch das Ziel. Die Beine, sonst die Verfassung und der Schnauf war ok. Bei der Cabane konnte ich endlich meine Blessur massieren lassen, was sehr gut tat. Der steile Aufstieg auf die Moräne war dann auch mal geschafft und jetzt noch läppische 2km über die Morane und das ewige Eis. Vorbei ging es an den Schwiizer Örgeler. Solche musikalische Unterstützung motiviert sehr und beschert einem, oder jedenfalls mir, unglaubliche Glücksgefühle. Die zwei Kilometer kamen mir recht lang vor. Jedoch genoss ich diese auch sehr intensiv. Angenehme Temperatur und die Sonne im Gesicht, fantastische Landschaft und auch das Ziel vor den Augen. Über die letzten Treppenstufen erreichte ich nach 4h32 das Ziel. Glücklich es geschafft zu haben trotz Schmerzen.

 

Da auch schon Priska und Manuela im Ziel waren, konnte das Geleistete mit einem Rugenbräu begossen werden. Alle waren happy und genossen die wunderbare Bergwelt mit dem gewaltigen Panorama.

 

Baldmal machten wir uns auf nach Gstaad, um Flammy wieder von den Eltern in Empfang zu nehmen. Vielen Dank für das hüten und die Unterstützung. Wir waren sehr froh!

Die Fahrt mit der Gondel auf den Col du Pillon war für Priska eine Tourtour, während ich meine Tortour im Postauto vom Pillon nach Gstaad hatte. Sardinen in einer Büchse haben wohl mehr Platz und bessere Luft. Wir waren beide froh in Gstaad anzukommen und zu duschen. Ich genoss anschliessend noch eine sehr wohltuende Beinmassage. Mit einem Teller Pasta wurde der Kohlehydratspeicher wieder auf Vordermann gehoben, bevor wir uns wieder in den Zug setzten und nach Bern fuhren.

 

Wir beide genossen unsere beiden Läufe sehr. Das gute Wetter, die Stimmung an der Strecke und die gute Organisation hatten einen hohen Anteil zu diesem perfekten Tag. Ich will es nicht garantieren, aber ich denke, dass wir wieder kommen 😉

Wenn das nicht „houptsach ufwärts“ ist, was dann? 😉

 

Nachtrag: Am Sonntag war aktive Erholung mit Geocaching angesagt. Die 3h unterwegs im Wald taten uns sehr gut. Der Wade und unseren Muskeln geht es gut und auch besser 🙂

 

2 Kommentare:

  1. Hey mini liebä schätz
    Das isch de wider e super leistig was dir da gmacht heit. Dir heit wieder es mau eui wadli gross angestrengt. Super ig bin mega stolz uf euch, und der bitrag isch au top gschribe, ha fasch d’sgfüel gha ig sig au derbi gsi.
    Liebi grüessli u küssli u bis bald
    Mami Susi

  2. Gratulation !!! isch ja e Mega Leistung !!!
    gueti Erholung

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