Alpaufzug Engstligenalp

Was für ein Traumtag. Zwar nicht vom Wetter her, aber für das Erlebnis und die Gefühle war es ein Traumtag…

Die Engstligenalp ist bleibt für mich einfach was spezielles. Nicht nur wegen den schönen Kindheitserinnerungen. Ich denke gerne zurück an die Langlaufrunde zur Talstation Engstligen wo es dann eine Ovo gab. Oder an das jeweilge Abendessen in den Skiferien inkl. schleudern auf dem Parkplatz. Oder die Skitage auf der Alp oben mit dem langen Schlepplift. Oder an den Klettersteig mit Steinen im Rucksack. Hängen blieb mit die „Ängschtlige“ aber besonders im Juni 2015 auf meiner drei Tages Rucksacktour.

 

Um so mehr freute ich mich, als mich Priska mit dem Alpaufzug überraschte. Wir fuhren bereits am Freitagabend nach Adelboden. Der Wecker schellte uns bereits um 4 Uhr morgens aus dem Bett. Ich verzichtete auf mein Frühstücksritual, da ich wusste, dass mich ein grosses Brunchbuffet erwarten würde. Doch ein Joghurt musste dran glauben, ehe wir um ca. 5h an der Talstation standen. Da war bereits emsiges Treiben angesagt. Denn die ca. 300 Kühe, die bereits zwei oder drei Tage da waren, mussten sortiert werden. Der Bauer der sein Vieh als erstes beisammen hat, darf dann losmarschieren. Da wir unser Vieh (die Hunde) zusammen hatten, konnten wir gleich in der Morgendämmerung abmarschieren. Von weiter oben sahen wir, dass immer mehr Autos den Parkplatz füllten. Die Gondel transportierte die Turnschuhtouristen nach oben. Wir genossen den Aufstieg mit Gleichgesinnten. Wir fanden unterwegs ein Platzli mit guter Über- und Aussicht. Auch die drei Alphornbläser stellten sich nicht weit weg von uns auf. Die Treicheln der Kühe hörten wir bereits und es dauerte nicht lange bis die erste Karavane an uns vorbeizog. Zu den Alphornklängen, dem Engstligenfall im Hintergrund ergab dies ein wunderschönes Bild. Sogar die Sonne zeigte sich. Einfach fantastisch, eifach numme gniesse.

 

Auch wir zogen dann nach ganz oben. Unterdessen spürten wir den Hunger. Mit den ersten Regentopfen erreichten wir das Restaurant. Der reservierte Platz auf der Terasse war knapp am trockenen. Zu uns gesellten sich drei andere Personen und wir hatten einen Tisch beisammen, wo es sehr viel zum lachen gab. Auch die Bäuche wurden schön gefüllt mit, Rösti, Älplermakronen, Spätzlipfanne, Rüeblitorte und Co. Und am Ende mit einem Schnaps übergossen… 🙄

 

Wir watschelten anschliessend über die grosse mit Enzian blühenden Ebene. Denn wir wollten noch bei Inniger’s (die Älpler von meiner letztjährigen Tour) vorbeischauen. Die komplette Familie war dann auch anwesend und wir freuten uns sehr einander wieder zu sehen. Wir konnten auch gleich zuschauen wie die ersten drei Mutschli’s der Saison entstanden, was sehr interessant war. Nachdem die Arbeit erledigt begab sich die Jungmannschaft auf dem vierplätzigem Motorrad zur Bergsation. Ja genau, die ganze Familie auf einem Töff. Das geht nur da oben… 🙂 Nelly und Peter offerierten uns anschliessend Kaffee mit richtiger Nidle, Käse und Fleisch. Unsere Bäuche waren zwar immer noch voll vom Frühstück und denoch konnten wir dem Käse nicht wiederstehen. Wir plauderten über Kuhrechte und über Pflichten auf der Alp, was sehr interessant war. Am liebsten wären wir beide noch länger da oben geblieben. Der Abschied viel schwer, aber wir kommen wieder.

 

Wir machten uns auf dem Abstieg und wählten dabei den Weg über die Hintere Engstligen. Denn der andere Weg war von den Kühen nun vertrampelt, verschissen und rutschig. Und wir wurden jetzt verschifft. Gredi abe regnete es. Wir durften uns auch noch vier mal bei der Bachüberquerung üben. Die Bäche haben in der kurzen Zeit viel mehr Wasser. Nach ca. 40 Minuten war die Regenwolke leer oder weiter gezogen. Zwischendurch zeigt sich wieder die Sonne. Fantastische Tiefblicke nach Adelboden und auf die gegenüberliegende Berge öffneten sich. Sehr rasch war aber der Nebel wieder da. Und so wechselte sich das Szenoario ständig ab.

 

Wir beschlossen noch einen Tag länger in Adelboden zu verbringen. Auch der Sonnatg war mit einer Höhenwanderung zur Schermtanne sehr schön und vorallem sonnig. Die Eindrücke, das Erlebnis und die Gefühle vom Samstag begleiteten uns an diesem Tag intensiv.

Einen unvergesslichen, schönen Tag, hast Du mir geschenkt Priska. Danke viel viel mal.

 

Ein Kommentar:

  1. einmal mehr – Sensationelle Reportage wo auch mir das Herz wärmer wird!!!

    glg markus & susanne

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