Vogelberg

Stimmen, nicht Vogelstimmen wurden laut, dass auf der Homepage keine neuen Beiträge mehr erscheinen. Logisch, denn zwischendurch muss ich auch arbeiten. Aber gerne nehme ich Sponsorenbeiträge an. Würde doch gut tönen wenn es heisst. „Dieser Beitrag wird Ihnen durch das Geschäft oder die Person „BlaBla“ gesponsert“. Obschon man dann überlegen müsste wenn z.B. der Sponsor „Walliser Tourismus“ wäre, ob dann ein Beitrag über das „Berner Oberland“ oder weiss ich wo intelligent wäre. Jä nu, ich bin offen für Sponsoren 😆 

Also, ich war heute so frei und opferte einen Arbeitstag für einen Tag in Freien. Ich scheute keine Mühe und stellte mein Wecker auf 5 Uhr, so dass ich hoffentlich von einen Sonnenaufgang berichten kann.

 

So kam es, dass ich zu den Klängen des neuen „Züri West“ Werkes (wow, wie gut), bereits vor 6Uhr durch die Klus nach Balsthal und weiter bis auf den Passwang fuhr. Während dem schönen Quitten Lied Refrain parkierte ich den mobilen Untersatz und machte mich im Schein der Stirnlampe auf zum ersten Cache. Zügig wanderte ich weiter aufwärts und erreichte den Grat um 6:30 Uhr. Sonnenaufgang gemäss Meteo-Programm war auf 7:15 Uhr geplant. So wanderte ich etwas kreuz und quer über den Grat, sammelte bereits Daten zum Vogelberg Multi und genoss die Stimmung. Denn der Sonnenaufgang wollte ich auf dem höchsten Punkt vom „Vogelberg (1204m)“ geniessen. Als komischer Vogel, der den Wecker für einen Sonnenaufgang so früh stellt, passt ja der Ort. Aber um (fast) nichts auf der Welt möchte ich solche wunderbare Momente tauschen. Es ist einfach immer wieder genial schön, wenn man auf einem Gipfel, es muss nicht der höchste oder prominenteste sein, das Tageserwachen oder auch den Sonnenuntergang beobachten darf. Glück und Genuss pur!

 

Doch ich war ja auch zum wandern und geocachen früh aufgestanden. Also hopp de Bäse. Auf ein paar Umwegen, mann muss Zahlen finden, erreichte ich die „Rochuskapelle“. Im Jahre 1325 war, wie die Legende erzählt, der hl. Rochus von Rom herkommend durch Mümliswil gereist. Auf der Wasserfallen verletzte er sich bei einem Sturz schwer. An ein Weiterpilgern war nicht zu denken. An der Stelle, wo er leidend auf Hilfe wartend verweilen musste, wurde zu seiner Verehrung eine kleine Kapelle erbaut.

Ich war zum Glück unverletzt und wanderte weiter auf das Limmern Känzeli, das etwas weiter unten als das „Chellechöpfli“ zu finden war. Auch den Cache fand ich dort gut. Langsam hatte ich Lust auf das Frühstück. Das „Chellenchöpfli“ könnte doch ein  Ziel dafür sein. Als ich dort war entdeckte ich, dass ich anstatt der Chelle nur ein Löffeli für das Birchermüesli dabei hatte. Das geht gar nicht. In unmittelbarer Nähe ist auch die „Hinderi Egg“. Der höchste Punkt vom Kanton Basel Land. Ich wagte mich ohne Sauerstoffflasche diesen Gipfel zu besteigen. Als ich dann auf dem 1168m hohen hmm Berg stand nahm ich endlich das Löffeli und das Frühstück aus dem Rucksack.

 

Nach 30 Minuten Pause an der Sonne lief ich runter zu „Bergstation Wasserfallen“. Dann wollen wir doch mal schauen gehen wo das Wasser fällt. Ich stieg von der Bergstation etwa 300Hm abwärts zu einem alten Eisenbahnstollen. Na ja eher ein Loch. Aber was man nicht alle macht für einen Käsch. Auf dem steilen Jägerweg stieg ich wieder hoch. Dieser Weg lohnt sich sehr, da er schön durch die Schlucht führt, am „Schelmenloch“ vorbei kommt und schöne Felsformationen zeigt. Ein Schelm wer beim Schelmenloch einen Käsch versteckt. Es hatte noch keinen. Jetzt hat der schöne Wasserfall aber auch ein Cache. 😉 

 

Wieder zurück bei der Bergstation stieg ich wieder hoch auf meinen Grat den ich am Morgen begangen habe. Ich will wieder auf diesem schönen Weg zurück und unterwegs eine Cervelat bräteln. Rasch brannte das Feuer auf dem Vogelberg. Die Wurst schnitt ich ganz klassisch ein. Es war ja niemand da, der mir bei der Wursteinschneide-Challange konkurrieren könnte. Nach dem Nickerchen an der Sonne wanderte ich zurück zur Antenne wo ich am Morgen auf dem Grat angekommen bin. Ich folgte nun aber noch dem Pfad auf dem Rücken. Denn zwei Caches waren dort oben auch noch zu finden. Via P.992 und dem „Unter Passwang“ gelangte ich zurück zum Parkplatz.

 

Der geopferte Arbeitstag war also sehr gut investiert. Die Seite ist um einen Beitrag reicher. Mit 17,3km und 1’100Hm war das auch von der Leistung ein würdiger Tag. Ich genoss die Wanderung, das Käschen, die Sonne und vor allem der Sonnenaufgang sehr. Äs räntiert eifach früh uf z’stah!

 

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