Glacier 3000 Marathon. „Es het nid söue si“

Sit em Januar ha ig uf dä Tag, ufe 5. Ouguschte träniert. Über 750km und über 15’000Hm nur Loufträning. Bärgwanderige, Skitoure und Bikekilometer si da nid mit berächnet. Mis rächte Chnöi het mir i dere Zyt ou viu z’schaffe u z’dänke gä. Dr gross Tag isch immer nächer cho und ig ha gwüsst das dr strängscht Marathon vor Schwiz, 42km und 2’750 Höhemeter sehr hert wird wärde. Es isch ou die erschti Ustragig und mi het no keine Mässwärte für dä Louf.

 

Guet vorbereitet und optimistisch si mir bereits am Fritig in Gstaad iirtroffe. D’Nacht isch erholsam gsi und d’Pasta vom Vorabe verdout.

8:30 Uhr bi ig mit 169 andere Löifer am Start gstande. Ändlech geits los. Ab dür Gstaad und äne use is grüene Tal. Scho nach 1 Kilometer ha ig gspürt, dass ig z’schnäu ungerwägs bi. E 5er Schnitt im Flache schaffi scho. Aber nid uf längi Distanz u scho gar nid uf däm Marathon. Aber di angere si aui ab wie Nachbars Lumpi. No schnäuer 🙄 . Auso mini Pace mau chli abefahre u die anger la ga. Locker, aber gäng no zügig bi ig i mim Tempo uf Feutersoey jogget. Dert de rächts ufe richtig Arnensee. Die erschte Höhemeter zum See si tip top gange. Am schöne Arnesee entlang, bi de Fischer und näb de Wanderer düre isch Gnuss gsi. Geng no es guts Gfühl und z’Tempo het für mi passt. Die schöni Bergwält motiviert mi. Ume See ume und ufe uf d’Alp P.1712. Bis zum Hindere Walig isch es gäng chli ufe u abe gange. Über Weide und dür sumpfigs Gebiet wo eim fasch Turnschueh uszoge het. Ab ca. Kilometer 18-19 het de dr Mage afa dumm tue. Bi de scho mau happy gsi ha ig d Haubmarathontafele gseh. D Häufti vor Distanz gschafft, aber vo de Höhemeter no lang nid. Ig ha gwüsst, dass ig bim abe jogge chli Zyt sött guet mache. Aber dä Wäg isch steil gsi und ig ha müesse luege wo ig häre tschauppe. Ja kei Misstritt mache und ou d’z’Chnöi nid überfordere. Über die steile Chuewägli isch ou nid grad dr Hit gsi. Vorallem ha ig kei Zyt chönne gwinne sonder ha no meh verlore.

 

Zrügg in Feutersoey isch dr Mage nid besser gsi. D’Hitz scho liecht gäge brutal zue gange. Dr Zyt-Checkpoint ha ig passiert. Dr Speaker het bestätigt das me no ir Zyt isch. Und jetzt geits 7.5 Kilometer via Gsteig bis uf Reusch. Ou da gäng liecht ufe. Dr Mage wird nid besser. Bi de Treichler gange ig verbi. Die si immer no hartnäckig am treichle gsi. Ou für die letschte Löifer. Sehr schön. Dr gröscht Teil bis Reusch ha ig müsse loufe. Isch für e Mage agnähmer gsi als z’jogge. Nach 4 Stund u 5 Miniute u bereits 31.4km big ig froh gsi d’Priska z’gseh. Jetzt vo Reusch us wäres no 1600HM und 11 Kilometer bis is Ziel. Betonig uf wäre! Denn ig bi 5 Minute nach dr Checkpoint Zyt z’Reusch a cho. Z’Renne für mi sowyt gloffe. Riesegrossi Enttüschig. E Lääri und Ranze weh. Enttüschig pur. Null, Ende, fertig und aus…

Brutal viu Frage si mir düre Gring. Was ha ig wo fausch gmacht? Warum dä ganz Ufwand dürs Jahr, dass es när nid längt? Wo sie die 5 Minute z viu gsi i dene 4 Stund? Ig ha dr Entscheid vo dr Rennleitig müsse akzeptiere, wie die nachfolgende Löifer ou. Es isch brutal so müsse z’höre. D’Scheiche wäre no guet gange. Dr Gring ou. Aber es isch mir ou bewusst gsi was no wär cho. Z’Tüpfli ufem „i“. D’Oldenegg mit dr Steelband, d’Cabane, d’Handörgeler und dr Gletscher. Aber äbe. Das isch ou no dr brutalscht Teil vom däm Louf.

 

Mir si de glich no ufe is Ziel und hei es Bierli trunke und die schöni Ussicht gnosse. U we ig gseh ha wie dert angeri Löifer si glücklech is z’Ziel cho hets mi no grad mau gwurmet.

 

Wo ig gester Abe d’Ranglischte ha a gluegt ha ig müsse gseh das ig nid dr Einzig bi. 170 Läufer si gstartet (148 Manne u 32 Froue. Klassiert si 121 (99 Manne u 22 Froue). Übere Dumme grächnet het auso knapp 30% z’Renne vorzitig müesse beändet. Und die 90 Minute wo für d’Marathonlöifer für d’Arneseerundi (ca. 15km und 1000Hm ufe und abe) si berächnet worde si ou sehr sehr sportlech. Aber äbe. Mi hets gwüsst. Es isch dr hertischt Marathon und es het jetzt nid söue si. Und bis ig uf die gleischtete 31 Kilometer und 1’250 Höhemeter i 4 Stund und 5 Minute bitzeli Stolz bi vergö jetzt no es paar Tag… Es Erläbniss isch es eh gsi und ig go wieder a Glacier 3000 Run. 

 

Uf die grossi Enttüschig muess aber doch no es Highlight cho. Das isch de üses Nachtässe gsi. Im friburgische Broc si mir, wieder mau ganz spontan und ziellos, is Vallée du Motélon g’fahre u hei dert es cools und sehr eifachs Beizli gfunde. Bi Salat ure mega leckere „Soupe de Chalet“ bi ig ume chli happy worde. Es Glas Rose derzue und als Dessert was Süesse u d’Wält isch (fasch) wieder ir Ornig. Bim abe fahre de no e wunderbare Sunneungergang. E versöhnleche Abschluss.

 

PS: Sorry die verschwummene Fotos. Aber für besseri hets nid glängt und meh Zyt ha ig nid wöue verlüüre 🙂

Ein Gedanke zu „Glacier 3000 Marathon. „Es het nid söue si“

  • 14. August 2017 um 19:12
    Permalink

    du wirst ja bestens wissen, wieso du dies machst 😉

    viel Erfolg beim nächsten Mal!

    lg Felix

    Antwort

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