Gratwanderung, Vanil des Cours 1‘562m

Wanderzeit 5h 40min, 1‘070 Hm, 14,5 km, T3

 

Eine Gratwanderung in den Freiburger Voralpen? Das wäre doch gerade passend für heute. So schnappte ich mir nach dem Frühstück Schaya und lies die beiden anderen Damen zu Hause. So fuhren wir zusammen gegen Bulle. Bei der Ruine Montsalvens parkierten wir unseren Schlitten und machten uns auf zur Wanderung. Zuerst schauten wir uns die Ruine an und zählten auch die Öffnungen im Turm. Ja, so was machen nur die Geocacher. Als wir, oder ich, nach 4x zählen immer die gleiche Zahl hatte, Mann will ja sicher sein, nahmen wir den Aufstieg unter die Füsse. Westlich von Châtel sur Montsalvens erreichten wir rasch den Gratpfad. Der Weg im Wald war noch recht feucht und daher auch etwas rutschig. Über Wurzeln und Steine ging es bereits recht steil empor. Das Rindvieh am Waldrand liess sich von uns nicht einschüchtern und genoss die Aussicht in die Alpen. Ich genoss dafür den Anblick einer schönen blühenden Krokus Pflanze. Nach ca. 310 Höhemeter erreichten wir L’Herbausa P.1‘152. Den ersten schönen Aussichtspunkt. Der Lac de la Gruyere war bereits sehr schön zu sehen.
Wir wanderten weiter dem schönen Grat entlang. Das Gelände ist recht kupiert. Immer wieder geht es etwas runter damit es auf der anderen Seite gleich wieder hoch gehen kann. Der Weg auf dem Grat ist angenehmes T3 Terrain. Nicht wirklich gefährlich, obschon es im Norden doch recht das Loch ab geht. Vor dem Mont Bifé 1‘483m hatte es eine kurze Leiter. Schaya war bereits oben als ich die Leiter entdeckte. Ok, es gibt also auch einen hundefreundlichen Weg auf den nächsten Aussichtspunkt.
Nach dem Mont Bifé stiegen wir nochmals eine kurze Strecke ab bevor der letzte Anstieg auf den Vanil des Cours 1‘562m anstand. Beim schönen Gipfelkreuz angelangt, gönnten wir uns zunächst eine Pause auf dem Bänkli. Wir genossen die Aussicht, das Sandwich und die Sonne.

 

Ich entscheid mich für den Rückweg hinten runter und unten durch. Schaya war auch einverstanden. Der Abstieg vom Gipfel war knackig. Ein enger und steiler Weg führte uns über Treppen und Wurzeln runter. Aber sehr schön. Ich verpasste eine Abzweigung und Schaya reklamierte auch nicht. Ich war immer noch überzeugt als ich neben dem Bauernhaus Le Commun Derry durchmarschierte und dem Kuhpfad, der aussah wie ein Wanderweg, in Richtung Wald folgte. Bis ich dann am Waldrand keinen Weg mehr hatte und vor uns einen fünffachen Stacheldrahtzaun stand, der auch noch mit Strom gesichert war. „Hab Ihr eigentlich goldige Kühe?“
Wir stiegen dem Waldrand entlang wieder hoch, auf den Grat zu Punkt 1‘452m. Ich sah auf der Karte, dass dort eine Skitourenroute durchführte. Was mit Ski machbar ist sollte doch auch zu Fuss machbar sein. Wir fanden ein Schlupfloch um aus der super gesicherten Weide auszubrechen. Weglos stiegen wir dann steil runter zu Les Chevalets 1‘232m wo wir wieder einen Weg fanden. Wieder auf dem offiziellen Wanderweg, ging es via Les Utsets und Crésuz, vorbei an der kleinen Kapelle nach Châtel sur Montsalvens zurück. Bis zur Ruine bzw. bis zum Auto war es auch nicht mehr weit.

 

Die verdiente Erfrischung holten wir uns am Eingang der Jaunbachschlucht im kühlen Nass.
Ich war positiv überrascht ab der schönen Wanderung. Ich habe es mir etwas anders vorgestellt. Der schöne Grat, die knackigen Höhenmeter und die tolle Landschaft und das Panorama haben mir sehr gut gefallen.

 

Ein Kommentar:

  1. eine schöne Gratwanderung – welche wir kennen; doch zwiespältig in Erinnerung haben, mussten wir doch im Anschluss ans Sterbebett von Ursulas Schwester fahren …

    die Krokusse: Herbstzeitlosen

    lg Felix

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