Furggegütsch über den Ostgrat

Die lieben Wetterfrösche versprachen für heute Samstag nochmals gutes Bergwetter. Also nicht lange überlegen, meine 7 Sachen packen und ab in die Berge.
 

Der Ostgrat Hohgant, bzw der Weg auf den Furggegütsch via den Spreizschritt gluschtete mich schon länger.
Bei angenehmen Wetter wanderte ich in Kemmeriboden los. Im Hübeli verliess ich den offiziellen Wanderweg und folgte dem Zick Zack Weg und teilweise auch freiwillig weglos auf den Birchegütsch 1’583m. Der Weg über den ungefährlichen Grat bis zur Hohganthütte absolvierte ich bereits vor 4 Jahren, im Rahmen der SAC Ausbilungswoche. So brauchte ich nicht nach dem Weg zu suchen und konnte mich auf den Geocache Multi konzentrieren. Weiter, wieder auf dem Pfad, erreichte ich den Brünneligrind 1’790m. Jedoch lief ich vorher bei einem Posten vom Multi-Cache vorbei und musste nochmals 100 Meter zurück. Und wenn man das Listing nicht GENAU liest schreibt „mann“ unterwegs auch noch die falschen Antworten auf. Als ich über den schönen und sonnigen Grat den letzten Posten vom  Multicache erreicht hatte wurde gerechnet. Meine Koords für die finale Buchse waren im Off. So weit entfernt vom Weg wird der Cache wohl nicht versteckt sein. Ich fand (noch) keinen Fehler und dachte dann „Ehhn de geisch fangs mau ufe Spreizschritt“.


 

Ich freute mich auf diesen Spreizschritt. Doch als ich auf dem Ostgrat immer den Furggegütsch vor den Augen hatte, fragte ich mich schon ob dort wirklich ein Weg rauf führt. Da ich alleine unterwegs war fragte ich mich zusätzlich ob ich dieses Risiko eingehen soll. „Mi cha ja mau ga luege“. Und so war es dann auch. Aus dem „luege“ wurde ein „tun“. Zuerst folgte ich den blau weissen Markierungen bis unter die erste Kletterstelle. Weniger schlimm als ich mir es vorgestellt habe, kraxelte ich dem Gipfel empor. Der Spreizschritt meisterte ich konzentriert und ohne Probleme, wie auch die anschliessende Traverse. Als Tip für Nachsteiger. Bleibt immer voll am Grat und lasst Euch nicht auf verlockende Alternativen ein.

 

Oben auf dem Furggegütsch Gipfel 2’197m war ich dann alleine und genoss die Aussicht. Nun hat mich auch der Telefonjoker für den Cache erreicht. Die von mir berechneten Koords wurden nicht bestätigt. Die genauen Koords wusste der TJ auch nicht mehr. Aber etwa die grobe Richtung. So versuchte ich auf dem Gipfel herauszufinden wo der Fehler lag und fand diesen auch. Hmmm, der Cache lag nicht auf meinem geplanten Rückweg. Ich „musste“ einen Umweg einplanen. Tja. So ging es dann nach dem Gipfelbesuch den offiziellen Wanderweg wieder runter bis etwa auf 1’950m wo ein nicht mehr unterhaltener Wanderweg abbiegt. Unter dem Furggegütsch watschelte ich zurück auf den bereits bekannten Grat. Die Dose fand ich anschliessend gut.

Für den Rückweg zum Kemmeriboden wollte ich aber nicht den selben Weg benutzen wie für den Aufstieg. Die Schönheit vom Wanderweg von der Hohganthütte nach Kemmeriboden kannte ich. Diesen wollte ich unbedingt nochmals sehen. So wanderte ich bis zur besagten Hütte und stieg von dort ab. Unterwegs gönnte ich mir noch eine Powernap Pause an der Sonne mit Blick auf den genialen Brienzergrat, den wir letzte Woche begangen haben. Nach 22km und 1’800Hm war ich dann wieder beim Ausgangspunkt. Die weltweit bekannte Kemmeriboden-Merängge spare ich aber noch auf…

 

2 Kommentare:

  1. Hallo mini liebä
    So jetzt ha ig mir ziit gno aui eui biträg z’lese, u nid nume schnell die super fotos aluege.
    He dir heit de schöni sache gshe in dene länder, wo dir i de ferie sid gsii.

    U de die schöne herbscht waderige, super aber ig bi glich e chli besorgt wenn ich dich uf dene grat laufe gseh. Aber ig weiss das du guet ufpassisch.

    Super witer so, ig bi mega stolz uf euch das ihr macht was euch sooo gfaut.

    Big Bisous ha euch sehr gärn. Bis bald
    Mami Susi

  2. eine tolle Tour – zwar lange, und mit etwas Nervenkitzel 😉

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