Wiwannihorn, 3’001m

Der Wiwanniklettersteig im Baltschiedertal war schon lange auf meiner Wunschliste. Als dann Sändle noch meinte Sie möchte gerne mal in einer Berghütte übernachten, dann stand der Plan rasch. Am Mittwoch via Nirwäch Suone und Klettersteig in die Wiwannihütte und tags darauf nach Lust, Laune, und Mögen auf das Wiwannihorn auf 3001m. Schöner Plan 😎 !

 

Das Wetter hätte nicht besser sein können. So wurde das Auto in Choruderri parkiert und wir starteten entlang der schönen Suone. Im Baltschiedertal angekommen legten wir bei Ze Steinu eine kurze Pause ein. Kurz darauf ging es weiter ins Tal hinein um dann beim markierten Stein der Einstieg zum Klettersteig zu erklimmen. Der Klettersteig gefiel uns sehr. Einfaches Gelände und anspruchsvollere Stellen wechseln  sich passend ab. Die Sonnenbrille von Sandra wollte nicht mit hoch kommen und so verabschiedete sich unterwegs alleine Richtung Tal. Tja 🙄 Um 17h20 erreichten wir dann die Hütte. Das verdiente Bier genossen wir zum Sonnenuntergang beim Gipfelkreuz Roti Chüeh. Leider musste ich hier oben noch eine traurige Nachricht erfahren. An dieser Stelle alles Gute und viel Kraft!!!

 

Die gemütliche Hütte war nur durch total 6 Gäste belegt. Die Nacht im Massenlager war ruhig und erholsam. Schönstes Wetter auch wieder heute. Nach dem Frühstück nahmen wir das Wiwannihorn in Angriff. Wir entschieden uns für die Normalroute SW über den Grat. Der Einstieg, nach ein bischen kreuz und quer gut gefunden, ging es kraxelnd über Platten bis auf den Grat. Oben angekommen die erste coole Aussicht. Wir folgten dem Grat weiter. Die Route war mit blauen Markierungen gut gekennzeichnet. In leichter Kletterei und auf allen Vieren ging es teilweise über recht exponierte Stellen. Der Schlussaufstieg bis auf den Gipfel war dann noch angenehmes wandern. So stehen wir jetzt nun da oben und sind mächtig Stolz. Nachdem auch der Cache gefunden wurde, nahmen wir den Abstieg in Angriff. Wir entschieden uns die gleiche Route wie beim Aufstieg zu absolvieren. Der Abstieg war fast einfacher als der Aufstieg. Wohl weil man die blauen Markierungen und somit die Route noch besser sah.  Dennoch musste der Kopf immer bei der Sache bleiben. Denn es war steil.

Das Knie von Sändle bockte nun ein wenig und auch Schmerzen machten sich breit. Gemütlich und sicher wanderten wir nun zur Hütte zurück wo es leckeren Früchtekuchen als Belohnung gab. Nun wartete noch der Abstieg zum Auto. 2h45 werden es mindestens sein, was dem Knie von Sandra nicht unbedingt gefiel. Zum Glück waren noch die zwei Engländer in der Hütte. Sie hatten Ihr Auto beim Fuxtritt parkiert und machten uns das Angebot, uns zu unserem Parkplatz zu fahren. Da sagten wir doch nicht nein. So war der Abstieg nur etwas mehr als eine Stunde. Mit dem 3l Diesel ging es flott zu meinem Schnupftruckli.

 

In Brig fanden wir ein Hotelzimmer mit Sicht auf das Stockalperschloss. Das Bier und anschliessend das feine Cordon-Bleu mit Walliser Wein waren einen würdigen Tagesabschluss.

Wow, Sändle. Eine mega Leistung von Dir. Die ganze Woche schon schlauchte ich Dich über die Berge 😛 . Und nun noch diesen Höllenritt über den Grat und die ausgesetzte Kraxlerei. Sack stark! Gratuliere Dir! (Und morgen ging es dann gleich weiter auf das Bettmerhorn und über den Klettersteig auf das Eggishorn)

 

Hier das Album:

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