Lost Place – Ostern im Camper

Bereits am Donnterstag Nachmittag fuhr ich los ins lange Osterwochenende. Auch war es der erste „offizielle“ Ausflug in meinem Camper. (Porrentruy zählen wir jetzt mal nicht.) Mein Ziel. „Mal kucken“. Eigentlich hatte ich nur einen „Lost Place“ den ich unbedingt besuchen wollte. Alles andere hat sich dann so spontan ergeben.

Tag 1

In der Nähe von Sarrebourg nächtigte ich das erste mal. Eine wunderschöne Vollmondnacht und gut geschlafen. Am Morgen dann ein reichhaltiges Buffet. Nach einer Cacheverdauungsrunde fuhr ich weiter nach Crusnes um das Artilleriewerk „Ouvrage Bréhain“ zu begutachten. Eine gewaltige Anlage mit kilometerlangen unterirdischen Gängen und Bahnhöfe für Munitionszüge. Wirklich sehr eindrücklich und krass was da verbaut wurde. Dennoch war ich nicht unglücklich nach etwa 90 Minuten wieder Tageslicht zu erhaschen.

Weiter ging es nach Luxembourg. Die Pinte vom Camper wurde gefüllt. Zu 1.11 Euro der Liter Diesel. Im Vergleich zur Schweiz 1.70 CHF. In Gaichel, an der Grenze zu Belgien, fand ich ein geeignetes Nachtlager. Grillen, chillen und auch ein Bierchen killen. Die Nacht war nicht so ruhig wie die Letzte, weil ein paar Rennfahrer ihre PS strarken Boliden testen mussten.

Tag 2

Nach dem Frühstück absolvierte ich zwei schöne Cacherunden in der der tollen Grenzlandschaft. (Natürlich mit Abstecher nach Belgien) Anschliessend guckte ich mal auf die Karte wo es einen coolen „Lost Place“ gibt. In Dudelange fand ich was interessantes. Was sehr interessantes sogar. Das seit 10 Jahren verlassene Blechwalzwerk war riesig. Eine gewaltige Werkshalle auf einem grossen Areal. Auf der anderen Strassenseite ging es noch weiter. Doch in der grossen Halle hörte ich Geräusche und sah kurz darauf zwei Gesichter aus dem Fenster gucken. Das zahnlose Lächeln des Herrn zeigte mir, dass er nicht besonders bissig war. Er kam nach draussen und sprach weder französisch, noch englisch, noch deutsch. Italienisch wäre gut gewesen. Aha… Ich verzichtete auf den Besuch der Halle und schaute mich mit meiner neuen Begleitung draussen noch etwas um. OK, ich habe gesehen was ich wollte und so verdünnisierte ich mich mal.

Nach dem Statistikcacheabstecher in Frankreich, das gibt dann 4 Länder an einem Tag, fuhr ich erneut über die Grenze ins schöne Saarland. Der schönste Stellplatz fand ich da. Auf einem kleinen Hügel mit toller Aussicht. Das Raclette zum Nachtessen war lecker und die Nacht ruhig.

Tag 3

Die weltberühmte Saarschleife ist von da aus keine 10 Kilometer entfernt. Nach dem Frühstück fuhr ich zum Ausgangspunkt der Wanderung. Auf der Cloef-Traumschleife, die mich bis hinunter zu Saar führte, gab es einiges zu beobachten. Tierisches und ein SUP’er der mit GoPro Kamera auf dem Kopf gegen den Strom und den Wind kämpfte. Wieder zurück, oben beim Aussichtspunkt, hatte es unterdessen mehr als eine handvoll Touristen. Der Biergarten war geschlossen. Das sehr grosse Restaurant beim Eingang machte mich nicht an. Als ab ins Auto und langsam gegen die Schweiz zu fahren.

Eher zufällig landete ich auf dem Col de Sainte Marie in der Nähe von Sainte Marie aux Mines. Toller Platz auf dem Pass und eine interessante Cacherunde mit alten Bunker waren gute Aussichten für den letzten Tag.

Tag 4

So begab ich mich am Ostermontag noch auf diese Runde. Ich wurde nicht enttäuscht. Eine wunderschöne Landschaft und viele Bunker die mit interessanten Informationstafeln gut beschrieben waren. Nach etwas über 4 Stunden war ich wieder zurück auf der Passhöhe.

Die Rückfahrt nach Bern war dann noch Formsache und der Verkehr hielt sich überraschenderweise in Grenzen.

So wurde aus dem ersten verlängerten Camperweeki, mit dem spontanen Ziel „Mal kucken“ ein sehr perfektes Weeki mit sehr vielen interessanten, spannenden und auch nervenkitzelnden Momenten. Ich habe Lust auf mehr !!!

2 Kommentare:

  1. eine tolle Runde!
    mit wahnwitzigen Anlagen 🙁
    und einem Camper, welchen wir erst vorgestern näher angeschaut haben 😉
    lg

  2. Hallo Beat super Dein Bericht und die Fotos sind mega! Beeindruckend diese Gegend und etwas unheimlich – gut gingst du dann ins Saarland… wir haben sehr an Dich gedacht und gut dass das „Rollmaterial“ hielt und keine Luft verlor… weiterhin viel Freude und Grüsse

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