4 Auffahrtstage in der Innerschweiz

Auffahrt und absolutes Traumwetter. Der Camper gepackt und ab ging es in die Innerschweiz. Wildspitz, Grosser Mythen, Rigi-Hoflue und Rophaien um einige zu nennen… Aber lest doch selber!

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Donnerstag 30. Mai 2019

Gestartet bin ich Goldau bzw. beim Restaurant Gribsch. An der Westseite vom Bergsturz ging es aufwärts auf den Gnipen. 1806 ereignete sich hier diese Naturkatastrophe. Der Bergsturz verschüttete dabei auch das Dorf Goldau. Heute sieht man noch sehr gute das riesige Ausmass. Der tolle Weg führt durch Lärchenwälder und über und zwischen riesigen Nagelflueh-Felsbrocken hindurch. Alleine ist man auch heute nicht unterwegs. Auf dem Gnipen dann das erste Gipfelkreuz und eine tolle Aussicht auf die Rigi und Umgebung. Weiter auf dem Rossberg ging es noch auf den Wildspitz. Das Restaurant war voll und so war die elegante Absatzdrehung rasch vollbracht. An der Ostseite vom Bergsturzgelände ging es wieder runter zum Ausgangspunkt. Das Bergrestaurant war doch um einiges sympathischer und weniger besucht. Es feins Plättli und es Glesli Wyy.

Für das Nachtlager fand ich in unmittelbarer Nähe einen tollen Platz, mit bester Aussicht auf neue mögliche Ziele. Ich sah den Mythen und auch die Rigi Hoflue und habe mich sogleich entschieden für die nächsten zwei Tage.

Freitag 31. Mai 2019

Nach dem Frühstück an der Sonne fuhr ich auf den Ibergeregg Pass. Das Auto noch kostenfrei parkieren können und schon war ich auf dem Weg zum Brünnelistock 1’594m. Es hatte doch noch ein paar kleine Schneefelder. Weiter wanderte ich auf den Furggelenstock 1‘656m. Durch schönstes Wandergelände stieg ich nach Brunni ab. Bis jetzt war ich meist alleine unterwegs. Ab hier bzw. spätestens ab der Holzegg bis auf den Grossen Mythen änderte sich das aber schlagartig. Viele wollten bei diesem Wetter dort hoch. Ich hätte mir diesen Gipfel auch etwas einsamer gewünscht. Aber den Mythen „muss“ man halt mal machen ;-). Jedoch hatte ich auf dem Gipfel netten Kontakt mit anderen Wanderer. Grüsse an dieser Stelle! Zurück auf der Holzegg machte ich noch einen Umweg auf die Rotflue. Auf dem letzten Kilometer zum Parkplatz traf ich wieder auf die Dreier Wandergruppe vom Mythen. Rasch waren wir dann gemeinsam auf der Passhöhe.

Da ich am Vorabend auch noch die Rigi Hoflue sah, schaute ich mich nach einem geeigneten Ausgangspunkt um. Gätterlipass. Das tönt doch schon mal gut. Nach der kurvenreichen Fahrt auf den Pass fand ich auch gleich einen Stellplatz neben dem Restaurant. Der Käsekuchen mit Speck und Zwiebel schmeckte hervorragend. Den Kaffee nahm ich im Camper. Aber erst im zweiten Anlauf. Im ersten Anlauf stürzte der Campingtisch ein und ich war dann mal beschäftigt mit reinigen.

Samstag 1. Juni 2019

Nach der sehr erholsame Nacht und dem Frühstück, auch an der Sonne, marschierte ich via Rorboden auf die Egg. Ein kurzer Abstecher hoch zum Gatterli musste noch sein. Tolle Aussicht auf den See und auch auf die weiterführende Strecke. Wieder zurück auf der Egg, ging es auf einem blau weiss markierten Weg über den Grat. Ein paar Drahtseile und ein paar Bügel machen das vorwärtskommen einfacher. Dennoch war der Fels noch recht feucht und speckig. Mal oben angekommen war ich rasch beim Gipfelkreuz. Immer wieder schöne Tiefblicke auf den See öffneten sich auf diesem interessanten Weg. Auf der Hoflue 1‘698m hatte ich die Wahl zwischen Abstieg nordseitig über die Leiter oder südlich über blau weiss zum Zilistock. Ich entschied mich für den Süden. So kam ich via Zilistock zurück zum Gätterlipass wo es noch was kaltens zum trinken gab. Grüsse auch hier an die coole junge Gruppe. Wir sind uns ja seit dem Vorabend heute immer wieder begegnet.

Nun wie weiter. Einen Tag hatte ich ja noch. Von Nadia bekam ich den Tip „Franzen“. Erst musste ich mal googeln was und wo und wie sich Franzen versteckt. Unweit vom Franzen liegt der Rophaien. Der doch sehr markante Gipfel oberhalb Flüelen sieht man von der Autobahn A2 sehr gut über Flüelen wachen. Er soll mein Ziel sein. Zuerst fuhr ich in Riemenstalder Tal. Bei der Talstation der Lindernen Bahn wurde mir die Begehung von dieser Seite her wegen zu viel Schnee abgeraten. Also dann doch ab nach Flüelen und den Franzen mit einbauen. Der Camper bei der Talstation der Gibel Bahn abgestellt. Die coole Bahn gibt es seid 1957 und mit dieser Konstruktion zu fahren wäre doch was unvergessliches… Aber zuerst was leckeres grilliert, ein Weinchen und auf dem nun gesicherten Tisch später auch einen Kaffee. Und wiederum habe ich eine ruhige Nacht genossen.

Sonntag 2.Mai 2019

Um 8h15 marschierte ich los. Es ging grad mau gäbig ufwärts. Und es sollte sich nicht gross ändern. Auf dem gut markierten Wansderweg (blau weiss) erreichte ich den Franzenstock. Oben angekommen hatte es eine Alp mit einem Beizli. Rasch wurde ein kaltes koffeinhaltiges Getränk runtergeschüttet. Der Rophaien mit dem markanten Kreuz sah man gut. Nur noch 500Hm. (1000Hm hatte ich schon hinter mir.) Die netten Alpbewohner bestätigten, dass der Gipfel von dieser Seite her machbar ist. Nur ein paar kleine Schneeresten auf dem Grat. So machte ich mich auf den Weg. Der Weg immer noch blau weiss, aber nie gefährlich war. Auf dem Grat dann über die besagten Schneefelder. Oben angkommen staunte ich mindestens zweimal. Ich habe schon viele Gipfelkreuze gesehen.Aber dies ist wohl mit Abstand das Grösste. Das 10,4 Meter hohe, weithin sichtbare Gipfelkreuz wurde 1965 anlässlich des 300-jährigen Bestehens der Alten Kirche St. Georg in Flüelen errichtet. Und zum zweiten mal staunte ich über die gewaltige Aussicht. Wie genial ist das denn. Ich genoss die Pause sehr und wollte eigentlich noch nicht runter. Aber die Höhenmeter mussten wieder vernichtet werden und die Fahrt nach Hause musste auch noch sein.

Süüferli watschelte ich durch den Schnee den Grat ab. Diesmal entschied ich mich für den Weg via Ober Axen und zur Bergstation der Gibelbahn. Ich habe meine Fahrt vorher telefonisch angekündigt. So watschelte dann der Bahnbetreiber von seinem Wohnhaus in seinen Socken mit mir über die Wiese zur Bahn. 4 Stutz bezahlt und flott ging es mit dieser Oldtimer-Bahn bis auf den Parkplatz runter. Super!!!

In Flüelen genoss ich noch einen Coupe Dänemark und nochmals den Blick zum Rophaien hoch. Die Rückfahrt nach Bern nahm ich dann gemütlich unter die Räder. Nach diesem fantastischen Wochenende stresst da einem absolut nchts mehr. Das war Energie tanken pur.

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