Via Ferrata Wochenende in den Savoyen

Freitag Nachmittag. Und los geht die Reise über die Autobahn, durch das staugeplagte Genf und weiter auf Nebenstrassen auf den Col de la Colombiére. Einen sehr schönen Platz für den Camper hatte ich rasch gefunden. Bei einem Bier und was zu knabbern genoss ich den Abend.

 

Heute stand die Via Ferrata de Jallouvre auf dem Programm. Nach dem Frühstück marschierte ich los. Nach 10 Minuten bemerkte ich, dass ich nichts zu trinken bei mir hatte. Also gab es einen Umweg via Camper. Nun hatte ich alles und die Sonne brannte mir schon mächtig auf den Pelz. Der Klettersteig im schönen Kalkfels machte Spass. Zwei Brücken und der Aufstieg am Pfeiler waren das Highlight. Leider führt der Klettersteig nicht bis auf den Pic de Jallouvre. Auf dem Rückweg erreichte ich das mächtige Couloir. Ich entschied mich noch hoch auf den Col de Rasoir 2’260m zu wandern um wenigstens änä abe zu schauen. Der Weg auf den Grat war teilweise kraxelnd zu erreichen. Aber mega schön. Oben dann eine Horde Franzosen die vom Pic Jallouvre kamen und gleich änä abe verschwanden. Mich reizte der Gipfel auch noch. Aber zügiger Wind und die Wetteraussicht gegen Norden liessen mich vernünftig bleiben. Prompt bekam ich auf dem Abstieg zum Parkplatz einige Tropfen ab. Aber das war dann auch gleich alles…

 

Zurück beim Camper wurde das Material retabliert und mit ein paar Süssigkeiten holte ich mir die Energie für die Fahrt über den Col d’Aravis auf den Col d’Arpettaz. Die Fahrt durch die Savoyen war wunderschön. Tolle Schluchten, viele Kurven und eindrückliches Panorama. Auf dem Col angekommen entdeckte ich beim Refuge leider auch das Schild „Ferrata ferme“. Etwas enttäuscht begab ich mich noch kurz zum Parkplatz vom Ausgangspunkt. Dort war jedoch nichts vom „ferme“ zu lesen. Nun, mal abwarten was das Wetter in der Nacht und morgen früh macht und dann entscheiden. Rasch fand ich einen perfekten Stellplatz. Unterwegs sammelte ich noch Holz für das Feuer. Der Lachs schmeckte hervorragend. Der Abendspaziergang auf dem Praz Véchin 1’743m, mit den tollen Stimmungsbilder war ein perfekter Tagesabschluss.

 

In der Nacht regnete es und auch um 7 Uhr kamen noch einige wenige Tropfen vom Himmel. Nach dem Frühstück und den beiden Kaffees zeigte sich auch das Wetter immer freundlicher. Eigentlich hatte ich die Tour auf den Mont Charvin 2’409m bereits gestrichen. Dennoch entschied ich mich die Lage zu prüfen. Vom Parkplatz Les Bassins wanderte ich auf dem kleinen Pfad, im Zick Zack steil hoch zum Einstieg. Der Weg war bereits trocken und es bestand keine Rutschgefahr. Beim Einstieg auf die Via Ferrata d’Ugine, oder heisst sie Via Ferrata du Golet de la Trouye war zu meiner Freude auch ein Drahtseil montiert. Der KS im unteren Schwierigkeitsbereich war gut gesichert. Rasch lag das Couloir hinter mir und ich stand auf dem Grat zum Gipfel. Ohne Probleme und bei gutem Wetter erreichte ich den Gipfel und konnte auch noch einen FTF verbuchen. Mega schön da oben mit wunderbarer Aussicht auf viele unbekannte Gipfel.

 

Mein Plan, war eigentlich die Überrschreitung des Mont Charvin Gipfels und der Absteig über die La Via Ferrata du Pas de l’Ours. Doch ist dort ein Seil montiert? Wie ernst kann man die Franzosen nehmen? Der Abstieg bis zum Einstieg in die Ferrata und ein möglicher Wiederaufstieg wollte ich heute nicht riskieren. So entschied ich mich den selben Weg für den Abstieg zu benutzen wo ich hoch gekommen bin. Dies funktionierte ganz gut und unterwegs genoss ich auch noch eine längere Pause und das tolle Panorama.

 

In dieser Region gibt es noch viele tolle Ziele. Da komme ich garantiert wieder hin. Die Rückfahrt nach Bern war dann staufrei. Der perfekte Wochenendabschluss war dann noch das Nachtessen beim Italiener in Schönbühl 😉

 

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