Südtirol und Engadin

Etwas mehr als eine Woche (9 Nächte) waren wir mit dem Camper unterwegs. Die Route führte uns zuerst ins Tessin. 2 Nächte auf dem Monte Ceneri. Weiter ging es an den Gardasee wo wir drei Nächte in der Nähe Dro verbrachten. Via Merano ging es in das Val Müstair. In Zernez gönnten wir uns ein Hotelzimmer. Weiter ging es durchs Engadin auf den Malojapass. Das Wetter meinte es nicht immer gut mit uns. Aber wenn man wie wir flexibel ist, dann passt man sich dem Wetter eben an. Und so hatten wir neben Wellness auch das Glück ein paar sonnige Tage zu geniessen. Tolle spontane und aktive Ferien die Lust auf mehr machen. Hier unsere Highlights.

 

Basejump oder wandern?

Grundlos fuhren wir ja nicht an den Gardasee. 😉 Im Gepäck war auch Viki’s Base Rig. Früh, um 6 Uhr, fuhr uns der Bus hoch nach San Giovanni al Monte. Von dort aus wanderten wir gemütlich 90 Minuten durch Wald und Schnee bis wir den Exit auf dem Monte Brento erreichten. (Es geit auso scho grad gäbig abe.) Viki machte sich bereit zum Sprung und war dann auch sehr rasch unten auf dem Landeplatz. Da es einen Base Rig zu wenig hatte, standen Hundi und ich halt noch oben. So wanderten wir beide dann weiter teils weglos durch Wald und Schnee dem Monte Casale entgegen. Als der Schnee jedoch knietief wurde und keine Spuren vorhanden waren kehrten auch wir wieder um. Auf einen Spielplatz genossen wir nach den regnerischen Tagen die Sonne sehr. Mit etwas organisatorischem Talent waren am Abend auch alle wieder zusammen. Nach der warmen Dusche und diesem prächtigen Tag, schmeckte das Nachtessen in Arco ausgezeichnet.

 

Fotos Basejump oder wandern:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Via Ferrata Rio Sallagoni

Viki absolvierte am Vormittag noch einen weiteren Basejump. In dieser Zeit sammelte ich einige Pfifferlinge und besuchte ein paar Geocaches. Den Überflug von Viki genoss ich vom obersten Helilandeplatz. (Wir beide wissen was wir damit meinen :-)) Nach dem Mittag begaben wir uns zum Schluchtklettersteig (Via Ferrata Rio Sallagoni) in der Nähe von Drena. Der geniale Klettersteig und die wunderschöne Schlucht waren mega cool. Die Pflanzenwelt in der Schlucht und die Bäume an der Felswand sahen fast aus wie in den Tropen. Weit und breit waren wir alleine unterwegs. Sehr toll! Zur Abenddämmerung erreichten wir die Burg mit Sicht ins das ganze Tal. Zurück im Camping genossen wir ein feines Raclette im Camper.

Foto Via Ferrata Rio Sallagoni:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fast bis auf den Piz Terza 2’909

Zurück in der Schweiz. Das Wetter sonnig und die Berge weiss. Das zog uns nach oben. In parkierten wir den Camper. Die Schneeschuhe wurden montiert und der Piz Terza als Ziel auserkoren. Bei schönstem Wetter zogen wir los. Ab und zu zogen zwar ein paar Nebelschwaden vorbei die jedoch nicht störten. Auf dem Fuorcla Sassalba angekommen, gab es eine kleine Pause, bevor es weiter hoch ging. Die Spur mussten wir selber anlegen, was aber ganz gut gelang. Auf einem Vorgipfel angelangt, zog es uns mächtig um die Ohren und auch dunkles Gewölke zog vom Westen her auf. Auch der Hund schlotterte vor sich hin. Also warm einpacken und ab in den Rucksack. Obschon wir das Gipfelkreuz sahen, entschieden wir uns zur Rückkehr. Im nachhinein waren wir uns zwar etwas reuig, aber wahrscheinlich war es doch die richtige Entscheidung. So wurden die 900Hm wieder vernichtet. Die Aussicht immer noch toll inkl. Nebelmeer. Auf dem selben Weg wanderten wir zurück nach . Die anschliessende Fahrt über den Ofenpass und dann im Schneetreiben nach Zernez war zwar etwas anspruchsvoll. Das feine Nachtessen und die Nacht im Hotel entschädigte und haben wir uns verdient.

 

Fotos Piz Terza:

 

Muott‘ Ota

Ab dem Parkhaus Sils ging es zuerst durch die Schlucht nach Crasta und auf dem Winterwanderweg weiter ins Val Fex. In Chalchais gegen die Alp da Segl konnten wir keine Spur mehr entdecken. Also Schneeschuhe an die Füsse und dann mal eine neue Spur legen. Der Schnee war heute etwas tiefer als gestern und es brauchte etwas mehr Kraft. Doggy Colin durfte bereits vor dem Gipfel in den wärmenden Rucksack schlüpfen. Auf unserem höchsten Punkt angekommen, P.2458, zog auch hier ein frischer Wind. Lange machten wir nicht Rast und folgten weiter dem Gratrücken gegen Norden. Beim Aussichtspunkt P. 2’329 hatten wir freie Sicht auf den Silser– und den Silvaplanasee. Die untergehende Sonne und die Aussicht machte die Stimmung einmalig schön. Danke Viki, dass Du nicht so schnell hoch wanderst wie ich. Sonst hätten wir das hier verpasst. *grins* Nachdem die zahlreichen Bilder im Kasten waren, machten wir uns auf den Abstieg direkt in und durchs das Val da Crasta. Just als wir die Strasse erreichten wurde es dunkel. Mit der Stirnlampe am Kopf wanderten wir zurück nach Sils. Im Dunkeln fanden wir dann einen ruhigen Stellplatz auf dem Maloja Pass. Zum Glück hat der Camper eine Standheizung die auch funktioniert…

 

Fotos Muott‘ Ota:

 

Lagh da Cavloc

Die Nacht im Camper war angenehmer als erwartet. Das Frühstück schmeckte und der Himmel war wolkenlos. Wir entschieden uns für eine  kleine Tour zum Lagh da Cavloc und weiter ins Val Forno. Nach ca. 90 Minuten auf dem Winterwanderweg erreichten wir den gefrorenen See. Auf der Schneeschuhspur zogen wir noch etwas weiter ins Tal. Jedoch verschwand die Sonne hinter dem Monte del Forno und es wurde frisch. Wir wendeten und fanden am See vorne eine Hütte die uns ein sonniges Plätzli zum verweilen anbot. Bei warmem Arventee genossen wir die Ruhe der Natur bevor es zurück auf den Pass ging. Auf der Heimfahrt nach Bern machten wir noch einen Christstollen und Suppenhalt in Furnatsch und in Sihlbrugg fuhr Viki noch fast einen Polizisten über den Haufen. Nein nein, so schlimm war es nicht und bei der Polizeikontrolle was auch alles in Ordnung. 🙂

Fotos Lagh da Covloc:

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