Spitzhorli und Gornergrat

Wetter gut, Vollmond am Nachthimmel, genügend Schnee und keine verpflichtende Termine. So wurde geplant, organisiert, gebucht, gewünscht, geträumt bis dann aus verschiedenen Stücken ein doch machbares Wochenende wurde. Das aber ohne mein Portemonnaie, das sich auch ein freies Wochenende gönnte. Bzw. ich habe es einfach im Geschäft vergessen…

 

Samstag 11.01.2020

So fuhr ich (ohne Ausweis) zur Viki nach Lauterbrunnen. Das Gepäck wurde ins Auto verfrachtet. Nach dem sehr leckeren und ofenwarmen Apfelkuchen, fuhren wir auf den Simplonpass. Es war kalt und es zog uns um die Ohren, als wir auf 2000 Meter aus dem Auto stiegen. Der Vollmond der die schneebedeckten Berge beleuchtete, war wunderschön. Wir genossen noch das Füürabebier im Restaurant bevor wir uns auf dem Weg ins Bett machten.

Der Wecker holte uns aus dem Schlaf. Leichter Nebel zog über den Pass und wir gönnten uns viel Zeit fürs Frühstück. Zeitdruck für die kurze Tour auf das Spitzhorli hatten wir nicht. So machten wir uns 9 Uhr gemütlich auf den Aufstieg. Der Nebel und der Wind der über den Simplonpass zog, lag bald unter uns. In Hopsche, an der wärmenden Sonne angekommen, verschwand die erste Kleiderschicht im Rucksack. Viele Tourengänger sahen wir auf dem beliebten und einfach zu begehenden Tour nicht. So watschelten wir gemütlich weiter. Via Weng und Undere Rossusee, von dem gar nichts zu sehen war, erreichten wir die Üsseri Nanzlicke. Von hier bis auf den Gipfel war es nicht mehr weit. Nur eine Schlüsselstelle musste Viki noch bewältigen. Jedoch heute ohne böse Tannen. Und der Rest bleibt auch unter uns 😉 Einfach nur geniessen oben beim Gipfelkreuz. Bald hatten wir den Gipfel nur für uns. Etwas zu knabbern fanden wir im Rucksack. Die Abfahrt auf dem harten und pistenähnlichen Schnee war ok. Gibt sicher schöneres. Es gibt aber auch viel schlechteres. Zurück auf der Passhöhe ordneten wir unser Gepäck und mampften etwas Apfelkuchen. Die Reise ging weiter nach Zermatt.

Nur noch mit dem nötigsten im Gepäck und ich immer noch ohne Ausweis, Halbtax und Geld 😛 erreichten wir Zermatt. Wir bezogen unser Zimmer. Hurra wir erhielten ein gratis Zimmerupgrade. Vom sehr schönen Zimmer, waren wir auch sehr schnell unten in der in der sehr wohligen  und angenehmen Wellness Oase. Wir genossen die Wärme der Sauna und etwas Erholung. Weil wir morgen früh starten wollen, machte uns das Hotel einen Lunch bereit. Herzlichen Dank an dieser Stelle für die tolle Gastfreundschaft im Hotel Antika. Wir, wie auch Doggy Colin, fühlten uns sehr wohl und waren sicher nicht das letzte mal Gast. Das nächste mal werden wir das Frühstücksbuffet aber geniessen. 😉

Nach dem sehr feinen Nachtessen, der Strauss war lecker, war dann auch mal Nachtruhe angesagt.

Zu den Fotos:

 

 

 

 

 

Sonntag 12.01.2020

Der Wecker klingelte uns um 5h30 aus dem Schlaf. Ich wäre um 4 Uhr los aber Viki meinte es sei ein Scherz. (Nein war es nicht) Um 7 Uhr standen wir dann abmarschbereit am Dorfende von Zermatt. Auf der Piste ging es hoch nach Furi. Der Mond beleuchtete die Landschaft fast taghell und unsere Stirnlampen blieben daher dunkel. In der Stille der Nacht und im Mondlicht wurden die ersten 250 Höhemeter absolviert. Der nächste Abschnitt von Furi via Riffelalp auf den Riffelberg war mit 710Hm etwas steiler. In unserem Rücken grüsste die Sonne das Matterhorn. Tolle Bilder konnten wir knipsen. Auf der noch einsamen Skipiste ging es empor. Es dauerte aber nicht lange bis die ersten Skifahrer an uns vorbei brausten. Eigentlich gar nicht mein Ding am Pistenrand so aufzusteigen.

Auf dem Riffelberg angekommen gab es einen leckeren Kaffee und eine längere Rast. Vom Riffelberg aus verliessen wir dann die Piste und stiegen auf der westlichen Seite von der Gornergratbahn hoch. Es waren noch etwas über 500 Hm zu absolvieren. Dies bei prächtigen Panorama und sonnigem Wetter. Dieser Abschnitt gefiel uns deutlich besser als auf der Piste. Das Ziel der Gornergrat rückte immer näher.

Oben angekommen waren wir natürlich nicht so alleine wie gestern. Aber gut gibt ja es auch solche Orte wie der Gornergrat. Die Käseschnitte auf der Sonnenterasse schmeckte jedenfalls sehr lecker. Wie bereits zum Aufstieg nahmen wir uns auch auf der Sonnenterasse sehr viel Zeit. Während wir noch Kaffee schlürften leerte sich die Terrasse immer mehr. Langsam, sehr langsam machten auch wir uns auf den Weg. Die Abfahrtspiste war unterdessen gesperrt und die Sonne am unter gehen. Ja wir wollten es so. Süferli kurvten wir talwärts. Der Hund im Rucksack und die noch knapp mit Sonne beleuchteten Berge vor uns. Wunderschön. Irgend einmal erreichten wir auch wieder Zermatt. Das Gepäck was wir im Hotel deponiert hatten wurde abgeholt. Mit dem Zug fihren wir nach Täsch und anschliessend mit dem Auto ins Basislager nach Lauterbrunnen.

Wie weit MANN doch so ohne Portemonnaie kommt :-). Herzlichen Dank liebe Viktoria für das mega schöne Wochenende, das ich mit Dir und Colin zusammen sehr genossen habe. Ich bin überzeugt, dass auch Dein Geldbeutel mal ein Wochenende Auszeit braucht.

Die Bilder:

Ein Gedanke zu „Spitzhorli und Gornergrat

  • 15. Januar 2020 um 07:54
    Permalink

    Hey Beat
    wie immer schöni Biudli. Merci o für dä coole Bricht. U übrigens e hübschi Fründin wo dr da a glachet hesch 😉
    äs grüessli küre

    Antwort

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