Spitzhore 2’211m und Flying Dirloch

Eigentlich wollten wir mit dem Camper ein paar Tage aus dem Tal fahren. Aber der Plan wurde kurzfristig geändert, was jedoch keine negativen Auswirkungen auf die Auffahrtstage hatte. Am Donnerstag stand basejumpen und wandern mit Freunden auf dem Programm. Am späteren Nachmittag kamen noch Käscherfreunde zum Apero vorbei, was uns besonders freute. Und bei Grill und Chill wurde mit den Bündern noch der Abend am Feuer verbracht. Und wir haben ja noch einige Pendenzen was wir im Tal so machen können.

 

Spitzhoren, 2’211m

Von Lauterbrunnen sieht das Spitzhoren ja sehr einladend aber auch recht knackig aus. Wir wollten eigentlich schon lang wissen wie es vor Ort wirklich aussieht. Der Schnee bremste uns jedoch immer wieder.

Heute um 8 Uhr starteten wir in Gimmelwald  mit diesem Plan. Das Wetter konnte nicht besser sein. Geniales Wanderwetter. Unser Ziel, Busenalp, Tanzbödeli und wenn es reichen sollte eben das Spitzhore und evt. die Ellstab Überschreitung. Zuerst ging es mal runter ins Sefinental und bald mal steil aufwärts auf die Busenalp. Eine wilde, romatische und einsame Alp. Gerne würde ich von dort mal Richtung Chilchbalm rekognoszieren.

Nach einer kurzen Pause auf dem Alpbänkli ging es weiter auf den Busengrat. Unterwegs trafen wir einen Brunnen der mit Bier- und Weissweinflaschen gefüllt war. Verlockend aber nein. Bald mal standen wir auf dem Tanzbödeli und machten statt einen Tanz eine Pause. Tolle Aussicht auf die umliegenden Berge und Täler. Doch wir hatten noch ein weiteres Ziel.

Nach dem kurzen Abstieg waren wir rasch auf der Grasflanke. Schneller als erwartet waren wir auf dem Sattel und konnten äne abe schauen. Dem Hund legten wir das Gschtältli um und dann suchten wir uns den besten Weg auf den Gipfel. Zuerst über den Grat gekraxelt, dann natürlich der Stop auf dem exponierten Känzeli und schon standen wir bei der Fixseilstelle. Ganz fix war Viki und anschliessend auch der Hund oben. Ich folgte und in leichter Kraxlerei erreichten wir den sehr coolen Gipfel. Wow, wie spitze ist das denn auf der Haifischflosse zu stehen. Wir genossen den Gipfel.

Doch wir mussten auch wieder runter. Der Abstieg war problemlos. Zurück auf dem Sattel, folgten wir dem Grat noch bis auf den Ellstab Ost. Der Schnee auf dem Geröllfeld, die fortgeschrittene Zeit und die leeren Getränkeflaschen bremsten uns von einem weitergehen. Vernünftig stiegen wir ab zum Obersteinberg wo wir eine leckere Chässchnitte genossen.

Als wir das Berghotel verliessen waren 6 Damen in tiefer Meditation versunken. Wir hörten noch wie die Leiterin zur Gruppe sprach. „Ausschnaufen und alles störende ist weg“. Mit einem sehr lauten „Adieu und e schöne Abe mitenand“ wanderten wir an der Gruppe vorbei. Colin schnüffelte noch um die Gruppe. Wäre sicher lustig gewesen, aber wie verhielten uns korrekt schweizerisch.

2 Stunden später waren wir in Stechelberg wo noch der Coupe Dänemark wartete. Um 21h15 waren wir wieder im Basislager in Lauterbrunnen. Ein genialer und langer Wandertag in einer prächtigen Landschaft. Aber ich bin dort oben noch nicht ganz fertig 😉

 

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Flying Dirloch

Schon oft hatte ich den Wunsch dieses Loch zu besuchen. Das Wetter verprach heute ein Zeitfenster bis etwa14 Uhr. Also marschierten wir um 8 Uhr los. So haben wir genügend Zeit. Steil ging es durch die schöne Landschaft bergwärts. Auf ca. 1800m stiegen wir weglos weiter hoch. Der Blick auch immer etwas gegen den Himmel gerrichtet. Doch der war momentan noch schön blau. Ab und zu trafen wir wieder auf schmale Pfade, die sich dann irgendwann wieder im Gelände verloren. Am Referenzpunkt angekommen wanderten wir über das Geröll weiter bis zum Einstieg auf den Grat.

In leichter Kraxlerei waren wir dann rasch oben. Colin mit seinem 4×4 musste immer auf uns warten. (Oben versteht sich). Hinten herunter ging es zum Loch. Mega interessant. Vorallem auch weil wir die Geschichte von Uli Emanuele kennen, der durch dieses 2 Meter grosse Fels-Loch im Lauterbrunnental raste (Link Youtube).

Bald waren wir wieder änet dem Grat auf dem Geröllfeld. Der Abstieg wartete nun auf uns. Eigentlich wollten wir via Gletschersee runter. Doch das Wetter hatte was dagegen. Etwas zügig wanderten wir dann nach Trachsellauenen hinunter.

Angekommen in die Beiz und das Kafi vor, uns begann es kurz darauf zu regnen. Der Zeitplan ging perfekt auf. Ein weiterer genialer und unvergesslicher Tag.

 

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Ein Gedanke zu „Spitzhore 2’211m und Flying Dirloch

  • 25. Mai 2020 um 20:01
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    super schön und anregend!

    und wo ist denn genau das Dirloch?

    lg Felix

    Antwort

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