Nadelhorn, 4’327m

Colin konnte während unseren Ferien auch ein paar Tage in die Ferien in Visp. Viki und ich fuhren hingegen nach Saas Fee und mit der Gondel gleich weiter nach Hannig. Als Starter gab es schon mal eine leckere Cremeschnitte.

Doch diese konnten wir nicht einfach so auf den Hüften sitzen lassen. Auf dem Wanderweg zur Schönegg konnten wir in der Region Torrenbach Gämsen mit einem Jungtier beobachten. Nach einer kleinen Stärkung wanderten wir weiter hoch zur Mischabelhütte. Der Hüttenzustieg auf dem blau weissen Kraxelweg, der mit Seilpassagen, Leitern und Tritten schön gespickt ist, war schon mal sehr cool und spannend. Auch die Steinböcke ganz in der Nähe schauten neidisch zu uns rüber wie wir den Weg meistern. Wir erreichten mit den zu schweren Rucksäcken die Mischabelhütte auf 3’336m, wo wir freundlich empfangen und coronakonform verpflegt wurden.

Die Nacht war ruhig und erholsam. Heute war das Nadelhorn wie auch das Ulrichshorn, 3’925m ein Nachbargipfel auf unserem Programm. Ich glaube so um 05:30 marschierten wir los. Über den Grat ging es bis zum Gletschereinstieg. Dort trafen wir auf Robin aus dem grossen Nachbarkanton im Norden, der wie bestellt und nicht abgeholt am Berg stand. Er fragte ob er bei uns an Seil dürfe um über den Gletscher zu kommen. Da wir nett sind banden wir Ihn zwischen uns ein und machten uns unsere Gedanken.

Über den Hohbalmgletscher erreichten wir so zu dritt das Windjoch auf 3’847m. Viki warnte mich, dass hier immer ein kräftiger Wind geht. Darum heisst es ja Windjoch. Heute wütete jedoch knapp ein laues Lüftli, das uns keinen Eindruck machte. Wie abgemacht banden wir Robin wieder aus dem Seil aus. Der Aufstieg auf dem Grat Richtung Nadelhorn sah interessant und gut aus. Die drei Felsenstellen konnten wir etwas ausgesetzt aber dennoch sicher rechts umgehen. Im obersten Teil kletterten wir im Fels hoch auf den Gipfel, was deutlich einfacher ging, als das was Robin (ungesichert) versuchte.

Natürlich waren wir bei diesem Prachtswetter nicht die einzigen Personen auf dem schmalen Gipfel. Wir hatten hier fast mehr Verkehr als auf dem Matterhorn. Wir entschlossen uns die lange Pause änä auf dem Ulrichshorn zu machen. Dort hat es sogar eine Bank. An den Fersen und mit ein paar Tipps vom Bergführer der vor uns abstieg, erreichten wir wieder das Windjoch (Lauelüftlijoch). Der kurze Aufstieg aufs Ulrichshorn war easy und rasch erledigt. Auf dem Bänkli mit schönster Aussicht machten wir es uns bequem. Auch die Landjäger machten es sich auf dem Brot und später im Magen bequem.

Als wir nach der Rast aufbrachen traf auch Robin da ein. Wir stiegen ab zum Windjoch und es windete immer noch nicht. Ohne Robin im Schlepptau marschierten wir dann über den Gletscher. Wir stiegen gleich am Gletscherrand ab bis etwas oberhalb der Mischabelhütte. In der Hüte füllten wir nochmals die Batterien. Über den klettersteigartigen Hüttenweg stiegen wir wieder runter bis nach Hannig. Als Belohnung gönnten wir uns nochmals eine feine Cremeschnitte. Eine geniale Tour.

 

Die Bilder:

 

 

Ein Gedanke zu „Nadelhorn, 4’327m

  • 25. September 2020 um 18:18
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    Lieber Beat.
    Ich bin sehr glücklich um einmal mehr auf dem Nadelhorn stehen zu dürfen. Herzliche Gratulation zu Deinem zweiten 4000-er! Es war eine würdige Tour für Dich. :-)))
    Ich bin stolz darauf diesen abwechslungsreichen Berg mit seinen coolen Hüttenweg gemeinsam und harmonisch gemeistert zu haben.
    Danke, dass Du für sowas zu haben bist und freue mich schon auf die kommende Bergtouren und Erlebnisse mit Dir.
    Deine Viki

    Antwort

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