Tschingel – Bells Tour

Als wir nach 4 Stunden (ja, vier Stunden) Natelsuche endlich fündig wurden, war es bereits 5 Uhr morgens. Wir hüpften dann mal etwas müde und gereizt ins Bett. So wurde es etwas nach 9 Uhr bis wir unsere Füdlis wieder in Schwung brachten.

Der Vorteil war, dass wir von Interlaken rasch im Rosenlauital waren und die Aufstiegsspur nach der Schneesturmnacht bereits gelegt war. In Gschwantenmad parkierten wir und marschierten bald los. Colin war in seiner Expeditionsjacke gut eingepackt. Auch die Tannen waren in das schönste Winterkleid gepackt und es dauerte nicht lange bis wir auch an der Sonne hochsteigen konnten. Der Ärger von vergangener Nacht war in dieser zauberhaften Winterlandschaft rasch verflogen. Viki war nach der kurzen Nacht mit langen Schritten unterwegs. Es zog Sie regelrecht den Berg hoch. Auch beim Grindelschärm auf 1969m Meter gab es keinen Halt und der Express zog durch bis auf dem Gipfel.

Nach ca. 2h30 standen wir auf dem Tschingel auf 2’326m. Die Aussicht auf das Nebelmeer und in die verschneiten Berge war mega. Und nachdem die zwei letzten Skitüreler die Abfahrt in Angriff nahmen, hatten wir den Gipfel für uns. Colin auf dem Schoss, die Sonne im Gesicht das Snickers in der Hand. Am 26.12. auf dem tief verschneiten Tschingel – Bells Gipfel. Wie passend für diese schönen weissen Weihnachtstage.

Auf dem breiten und tief verschneiten Hang hatte es genügend Platz. So konnte jeder seine Spur in den lockeren Pulverschnee zeichen. Was für ein Genuss. Auch Colin genoss die Abfahrt. Jedenfalls immer wenn er an der Spitze fahren konnte. Ansonsten wird er ungeduldig und zappelt wild im Rucksack bis er wieder an der Spitze fahren darf. Das konnten wir heute besonders gut beobachten.

Viel zu schnell waren wir wieder unten beim Auto. Im kalten und schattigen Rosenlauital zeigte das Thermometer -10°. Rasch packten wir unsere Sachen ins Auto. Wir schauten genau, dass alle Handys an Bord waren. Wir drückten die Sitzheizung auf „EIN“ und tuckerten gemütlich nach Hause.

Eine wunderbare Genusstour in einer Landschaft die sich im schönsten Winterkleid zeigte. Und heute gehen wir etwas früher in Bett…

Die Fotos:

 

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