Die grosszügige Umrundung der Lobhörner

Eigentlich sollte es zuerst eine kleine Umrundung der Lobhörner werden mit der Option die Schwalmere einzubauen. Aber äbä.

Um 7 Uhr standen wir bereits oben bei der Bergstation Sulwald. Es war noch dunkel und frisch als wir losmarschierten. Die Nebeldecke war noch oberhalb von uns. Bald waren wir drüber und konnten beobachten wie der Tag erwacht. Beim Sulsseeli entschieden wir uns auf die Höji Sulegg zu steigen und über den Grat zu den Lobörner zu wandern. Das war ein guter Entscheid, denn das Nebelmeer mit der aufgehenden Sonne war wunderschön anzusehen. Über den sonnigen Grat erreichten wir die Lobhörner. Wir stiegen noch kurz auf das Kleine Lobhorn. Die Verhältnisse bei der Schwalmere sahen super aus. Wir studierten nicht lange und visierten unser nächstes Ziel an. Der Wanderweg führte uns an den Steinböcken vorbei, die etwas skeptischer waren als die auf dem Brienzergrat. Die Gämsen waren etwas weiter oben und beobachteten uns beim Aufstieg. Bald erreichten wir den Sattel und 15 Minuten später standen wir beide das erste Mal auf der Schwalmere. Endlich. Wir machten eine längere Rast und ich besuchte noch kurz den Geocache auf dem Vorgipfel.

Wie weiter nun? Das Hoganthore und das Drättehore reizten. Nach dem kurzen Abstieg ging es mit Anlauf auf der anderen Seite gleich wieder hoch. Weglos, jedoch nie gefährlich erreichten wir das Hoganthore. Nach kurzer Pause ging es stets auf dem Grat Richtung nächster Gipfel. Rechts umrundet erreichten wir auch diesen Steinmann. Die Chienegg lag uns schon fast zu Füssen. Doch da war noch eine Steilwand die wir umrunden mussten, was auch gescheiter ist. Über die zuerst sattgrüne und dann über die mondartige Landschaft erreichten wir auch die Egg. Die Aussicht ins Soustal, aufs Schilthorn und Richtung Kiental war auf der ganzen Strecke einfach wunderschön. Von Eiger, Mönch und Jungrau reden wir gar nicht mehr.

Auf dem Chilchfluehpass angekommen nun die Frage. Rauf aufs Schilthorn, über die Bietenlücke nach Birg oder durchs Soustal runter nach Isenfluh. Wir entschieden uns für die letzte Variante. Der Weg durch das Tal zog sich dahin. Es war aber wunderschön. Bereits im Schatten wanderten wir abwärts. Die Sonne ging unter und mit dem letzten Tageslicht erreichten wir ca. 19:30 das Sousläger. Eine Stirnlapme kam von der andern Seite auch auf die Strasse runter. Es war der von Allmen von Lauterbrunnen. Dort heissen ja fast alle von Allmen… Wir quatschten mit dem Stirnlampenmann und es stellte sich heraus, dass er der Junior von Viki’s ehemaligen Vermieter war. Er wurde bei der Brücke unten P.1537 vom Auto abgeholt. Wir hatten das Glück, dass wir auch gleich einsteigen konnten. Viki wurde sogar noch Prosecco serviert.

Mit dem Privattaxi erreichten wir den Ausgangspunkt Isenfluh. Nach 22.5km und über 2000 Höhenmeter hoch und runter hatten wir Hunger. Der Wunsch nach Cordon Bleu, Pommes und Salat wurde erfüllt. Und so ging ein sehr langer aber unglaublich schöner Tag, in einer Bergwelt die alles zu bieten hatte zu  Ende.

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Ein Gedanke zu „Die grosszügige Umrundung der Lobhörner

  • 25. Oktober 2021 um 10:04
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