Skitourenwoche auf den Lofoten

Ein Traum wird wahr. Lofoten im Winter und Skitouren. Die Nachfrage war gross und so waren wir zwei Gruppen, die sich am Flughafen Zürich trafen. 2 Bergführer und 12 Gäste. Ein paar glückliche flogen in der Upgrade Klasse in den Norden und genossen Lachs, Muffins, Polarbrot usw. Via Kopenhagen und Oslo trafen alle gut genährt in Evenes ein. Leider fehlte dort ein Skisack, was einigen Aufwand erforderte, um sich zu organisieren. Das erste Bier war dann im Flughafenhotel dennoch fällig. Nach der feinen Lasagne prosteten wir noch auf den Geburtstag von Adeline.

 

5. März, Tuva

Nach der regnerischen Fahrt nach Svolvaer wurden die Fahrgeräte für Justine und Adeline organisiert. Ein Sportgeschäft half aus. Movement Ski vom Inhaber und ein Ausstellungs-Snowboard von 1986 gehörten für zwei Tage den Frauen. Wir fuhren zur Unterkunft,  wo rasch das Gepäck deponiert wurde. Die Sonne bestrahlte das erste Mal die Landschaft und wir wollten auf die erste Erkundungstour. Kurzer knackiger Aufstieg an der Sonne und mit wunderbarer Aussicht nach Svolvaer. Oben bedeckte sich der Himmel. Abfahrt auf der Aufstiegsroute durch Wälder. Zimmer einrichten, Apéro und sehr lecker gegessen.

385 Höhenmeter, 4,5 km

 

6. März, Vardenn

Nasser und regnerischer Morgen. Morgenessen statt 7 Uhr erst 8 Uhr. Dafür wurde das Wetter besser… Die Felle wurden gut gewachst. Im Aufstieg Sonne. Kurz unter dem Gipfel die Ski deponiert, ging es zu Fuss auf den sehr windigen Grat. Tolle Aussicht hinten runter, doch der Wind zog um die Ohren. Abfahrt und Pause weiter unten. Gruppenaufteilung. Gruppe Henningsvaer oder Gruppe nochmals rauf. Wir genossen die Fahrt ins malerische Dörflein und verköstigten uns mit Cappucchino und Süssigkeiten. Wunderschöne Wetterstimmung. Wieder trafen wir uns zum Apéro im grossen Haus. Nach dem Nachtessen und einer Stunde dösen, suchten wir noch Nordlichter. Roberto hat die Nanotesla’s und die Sonnenwinde berechnet und die Chancen standen eigentlich gut. Doch Roberto zog das Bett vor und wir suchten im Dunkeln die Lichter. Knapp gesehen, sagen wir mal… Und yeah. Die vermissten Ski und das Split Bord sind heute Abend angekommen!

440 Höhenmeter, 10 km


7. März. 2 Gipfel: Pilan und Sautinden

Alle Top ausgerüstet ging es los. Nur ein LVS machte noch Pause, bis Tomas es abholte. Bei schlechtem Wetter rauf und bei gutem Wetter runter war der Plan. Und der ging auf. Schon Mitte Aufstieg öffnete sich die Wolkendecke. Mega Aussicht vom Gipfel. Zuerst pulvrige Abfahrt hinten runter Richtung Meer. Wunderschön die Aussicht auf den Fjord. Der Schnee wurde härter. Pause und erneuter Aufstieg auf den Sautinden. Saugut da oben. Nochmals ein geniales Panorama. Coole Abfahrt in den späten Nachmittag mit Sonnenuntergang. Am Abend hatte Tomas spontan Geburtstag.

995 Höhenmeter, 12,3 km


8. März, Spisstinden

Zur Auswahl standen eine etwas ambitioniertere Tour mit Suche nach gutem Schnee. Oder die etwas weniger Strenge Tour, aber auch mit Suche nach gutem Schnee. Viki und ich in der ersten Gruppe. Gleicher Teil vom Aufstieg wie vor 2 Tagen. Heute schon ab dem Parkplatz mit Sonne. Dann rechts rüber in den guten Schnee. Der Himmel wurde milchiger. Schöne Abfahrt. Am Schluss noch etwas durch die Büsche mit harter Unterlage. Auf der Langlaufloipe zurück zum Parkplatz. Nochmals nach Hennigsvaer zum Kaffee. Café No.3 in der alten Fabrik war offen. Die zweite Gruppe traf später auch noch ein.

560 Hm, 12 Kilometer


9. März. Rundfjellet

Die Königstour. Bereits am Morgen den Sonnenaufgang beobachtet. Nach dem leckeren Frühstück ging es los. Ab Parkplatz dem Vaterfjord entlang marschiert. Aufstieg zuerst durch Birkli. Drohnenpause mit weissem Hund. Weiter zum Gipfel mit 360° Panorama. Fantastisch schön. Fantastisch auch die Brownies aus dem Tupper. Teilabfahrt und weil es so schön war nochmals auffellen. Dieses Mal führte der Aufstieg in einen etwas südlicheren Sattel. Wieder eine Hammer Aussicht. Auf der Südseite dann eine sehr coole Abfahrt ins Tal. Am Schluss durch die Büsche. Wieder auffellen und noch eine Stunde zurückmarschieren zum Parkplatz. (Wir wären auch zwei Stunden gelaufen). Ganzer Tag top Wetter. Die Blüemli bei den Gastgebern blühen und nochmals gab es ein Apero und anschliessend ein grandioses Nachtessen. Ein kleines Grüppchen versuchte sich nochmals in der Nordlichtjagd. Ich pennte…

1’100 Höhenmeter, 16,4 km

 

10. März 2022. Sightseeing. Wikingermuseum, Unstad, Leknes und Sauna

Vikis Geburtstag wurde gefeiert. Ohne Skitour, dafür mit vielen anderen Überraschungen. Das Wetter regnerisch und gruusig. Nach der Königstour durfte es heute ein anderes Programm sein. So fuhren wir ins Wikingermuseum, was mit der Verkleidung amüsant war. Danach ging es zum windigen Surfstrand wo sich einige übermütige Fotografen die Gummistiefel volllaufen liessen. (Keine von unserer Gruppe). In Leknes stürmten wir die Bäckerei und verköstigten uns mit Süssigkeiten. Zurück in unseren Robuers hatten wir die schwimmende Sauna gemietet. Nach dem Aufwärmen tat ein erfrischender Sprung vom Dach der Sauna in das Meer einfach gut. Das Saunabier schmeckte und nach einer Stunde war wirklich die ganze Gruppe mindesten einmal vom Dach ins Meer gesprungen. So cool! Am Abend prosteten wir nochmals mit Viki auf Ihren Geburtstag. Der letzte Abend liessen wir an der Bar mit „Nathalie Nathalie“ und einem Schnaps ausklingen.

 

11. März 2022 Rückreise

Schon früh ging es heute Morgen los. Zusammenpacken, frühstücken und Fahrt zum Flughafen. Via Oslo flogen wir nach Zürich wo es dann hiess Abschied nehmen. Abschied von einer wunderschönen und unvergesslichen Reise in den Norden. Abschied vom Wetter, das viel besser war als erwartet. Abschied von einer  magischen und unglaublich schöner Landschaft. Aber auch Abschied von einer coolen Gruppe wo jeder und jede einen grossen Beitrag geleistet hat an die gute Stimmung. Es gab viel zu lachen. Meine Erwartungen an die Lofotenwoche wurden übertroffen und die Reise bleibt unvergesslich.

Herzlichen Dank Adeline, Corinne, Diana, Josua, Justine, Karin, Philipp, Roberto, Roman, Toni, und Viki. Und natürlich ein riesesgrosses Merci an die beiden Bergführer, die uns super durch die Woche geleitet haben. Danke Tomas und Jürg.

 

Die Fotos:

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