Via Louwitor und Lötschenlücke ins Wallis

Viki wünschte sich zum Geburi die Lötschenlücke. Da es relativ schwierig ist, diese Lücke in ein Geschenk zu verpacken, mussten wir wohl oder übel die Lötschenlücke besuchen.

Heute war der Zeitpunkt perfekt. Den Hund beim Sitter abgegeben, bestiegen wir um 8 Uhr den Zug in Interlaken. Mit 2-mal umsteigen waren wir rasch auf dem Jungfraujoch. Spontan brachte uns Eva noch etwas Süsses aus dem Lindorshop. Danke nochmals. Durch den Tunnel erreichten wir den Ausgang zum Gletscher. Die Skier und den Klettergurt angezogen, fuhren wir auf dem Gletscher etwas abwärts. Wir sahen, dass ein Bergführer mit 2 Gästen Richtung Louwitor aufstieg und eine schöne Spur anlegte. Wir liessen uns nicht lange bitten. Nachdem wir angeseilt waren, stiegen auch wir in der Spur hoch. Vorbei an interessanten Eisformationen erreichten wir ohne Probleme das Louwitor.  Die 120 Höhenmeter zum 3’777 m hohen Gipfel nahmen wir auch noch in Kauf. Oben bedankten wir uns beim Bergführer für das Spuren. Uns erwartete eine fantastische Aussicht und es begrüsste uns auch ein kalter und zügiger Wind.

Lange dauerte unsere Pause nicht. Vorsichtig fuhren wir auf dem Kranzbergfirn abwärts. Schön den Spuren unserer Vorfahrer nach, um nicht in eine zugeschneite Gletscherspalte zu fallen. Auf gutem Schnee bogen wir auf den Grossen Aletschfirn ein. Hier machten wir mal eine Pause und genossen die Sonne, die uns den ganzen Tag wärmte.

Auf dem Firn stiegen wir nun wieder auf zur Lötschenlücke. Die weiss verschneite und vereiste Bergwelt, war einfach nur eine Augenweide. Fast wie erwartet, bog Viki in die Aufstiegsspur, die zur Hollandia Hütte führte. Wenn man schon in der 3’154 m hoch gelegenen Hütte, ist trinken wir auch was mit Schaum. Ich Kaffee mit Nidle und Viki ein Bier mit Schaum.

Die Zeit war bereits fortgeschritten und wir hatten noch eine lange Abfahrt ins Lötschental vor uns. Der Schnee und die Beine waren etwas schwer. Dennoch konnten wir gut abfahren. Der Blick ins Gletschertor musste natürlich noch sein. Bis jetzt habe ich dieses immer vom Wanderweg aus betrachtet. Eindrücklich, wenn man dort steht. Weg vom Langgletscher fuhren wir inzwischen durch lichte Wälder zur Fafleralp runter. Viki hatte zu wenig Schwung, um über den schmalen Schneegrat auf der Brücke zu fahren. Aber Viki findet immer eine Lösung. Von der Fafleralp fuhren wir auf der schneebedeckten Strasse runter bis nach Blatten.

Das Poschi knapp verpasst, tranken wir im Edelweiss etwas auf die gelungene Tour. Um 19:28 ging die Reise dann los. Um 21:40 kamen wir glücklich und etwas müde in Interlaken an. Das Geburigeschenk wurde mit der Route über das Louwitour, Louwihorn und den Besuch in der Hollandia Hütte noch zusätzlich versüsst.

Das Album:

Teilen:

2 Gedanken zu „Via Louwitor und Lötschenlücke ins Wallis

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.