Konkordiahütte mit Colin

Ich kam am Sonntag um 8 Uhr, nach meiner Pikettnacht nach Hause. Einen Plan für die Ostertage hatten wir noch nicht. Doch als ich die Wohnung betrat, sah ich in welche Richtung es gehen soll. Wir reservierten noch rasch zwei Plätze in der Konkordiahütte. Nach dem Frühstück packte auch ich meine Sachen gemütlich zusammen. Mit Sack und Pack und Colin bestiegen wir in Interlaken den Zug. Nach zweimal umsteigen waren wir wieder einmal auf dem Jungfraujoch.

Die Abfahrt über den Gletscher machte auch Colin Spass. Etwa die Hälfte der Strecke durfte er uns jagen. Auf dem Konkordiaplatz angekommen, machten wir mal Pause und legten uns auf einen warmen Stein. Nach dem kurzen Nickerchen nahmen wir den Aufstieg über die Treppen unter die Füsse. Die Skier und Stöcke haben wir unten deponiert. Nach dem spannenden Aufstieg erreichten wir die Hütte, die sehr gut besetzt war.

Auch wir fanden eine freie Matratze. Anschliessend auch noch einen Platz an der Sonne, wo wir ein Bier uns gönnten. Der Esssaal am Abend war proppenvoll und es herrschte ein abartiges Stimmenchaos. Zu viel für mich. Ich verkroch mich zwischen den Mahlzeiten zu Colin aufs Bett. Das Nachtessen war geschafft. Etwas ruhiger genossen wir an der frischen Luft den Sonnenuntergang. Mit den Ohrenstöpsel in den Gehörgängen legte ich mich ins Bett.

Ich hatte schon bessere Hüttennächte. Ich war nicht unglücklich als 5:45 der Wecker ging. Ruhig verliessen wir unseren Schlag. Vikis schubste noch die Rivellaflasche die Treppe runter und so war auch für die anderen, die unter dem Giebel pennten, oder so taten, die Nacht vorbei.

Gestärkt mit dem Frühstück im Bauch, nahmen wir die 150 Abstieg- Höhenmeter über das Stahlgerüst in Angriff. Unten angekommen, fanden wir auch unser Skidepot wieder. Wir fellten auf und stiegen auf zur Grünhornlücke. Der Vorteil am Konkordiaplatz ist, dass die Leute, die von der Hütte absteigen, in viele Richtungen ausschwärmen können. So waren nicht viele Personen, die hinter uns aufstiegen. Auf der Grünhornlücke angekommen, zogen wir noch etwas weiter links rauf bis auf ca. 3360 m. Eine tolle Sicht auf das Finsterahorn

Nach der kurzen Pause fuhren wir über den harten Schnee runter zum Konkordiaplatz. Wir hatten die Qual der Wahl. Lötschenlücke, Fiescheralp oder zurück aufs Joch. Wir wählten das Training und Akklimatisierungsprogramm und stiegen zurück auf das Jungfraujoch. Wir hatten auf 12 km, ca. 750 Höhenmeter Aufstieg. Mit den 660 Höhenmeter zur Grünhornlücke, war dies ein gutes Training. Das Joch kam langsam und langsam und noch etwas langsamer näher. Der Wind blies uns die gesamte Strecke in das Gesicht. Und Colin lief übrigens auch die ganze Strecke. Geschafft und auch etwas geschafft und auf dem Hund, haben wir den Stolleneingang erreicht. Der Lindor Shop war leider schon geschlossen. (Aber wir kommen wieder). So begnügten wir uns mit einer warmen Bouillon und warteten wie Clochards am Bahnhof auf die Abfahrt vom letzten Zug. Nach etwas mehr als 90 Minuten Fahrzeit waren wir wieder happy in Interlaken Ost.

In den Skikleidern genossen wir in der Jugi noch ein feines und verdientes Nachtessen. Wir freuten uns nach diesen zwei sonnigen und coolen Tagen auf unser eigenes Bett.

Das Album:

 

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