Gitschen, 2’513 m

Der Gitschen. Der Name tönt schon fast kitischig schön… Also unbedingt mal gucken gehen ob das stimmt.

Der Wecker schellte um 5 Uhr. Kurz nach 7 Uhr war ich durch Isenthal im Chlital. Das Auto parkierte ich bei der Talstation der Gondel, die mich auf Gietsflue bringen sollte. Doch die waren noch am Stroh einladen. So musste ich einige Minuten warten. In dieser Zeit kam Andi dazu. Er hatte mit dem Gitschen die gleiche Idee. Zusammen wurden wir mit einem Fueder Stroh verladen und nach oben chauffiert.

Wir wanderten los. Andi war ein paar Minuten vor mir. Doch unsere Wege kreuzten sich an diesem Tag mehrmals. So hatten wir auch immer einen sichernden Blick aufeinander, da die Wanderung doch mit T5 bewertet ist und nicht zu unterschätzen war. Via Oberberg umrundeten wir den Gitschen ostwärts. Hier waren die ersten kniffligen Stellen zu meistern. Doch die Aussicht entschädigt für alles. Nach dem Biwak ging es bald gredi aufwärts auf den Sattel. Es folgte die Passage über den Grat auf den Gipfel. Auf den Fotos sah das knackig aus. Die meisten Stellen sind mit Drahtseil und Stiften gut gesichert. So war die Passage gut zu meistern. Trittsicherheit ist jedoch von Vorteil. Nach 2h30min erreichte ich den Gipfel. Wow, so genial. Altdorf und das Reussdelta glich 2000 Meter weiter unten einem Modellbahnhof. Bekannte und unbekannte Gipfel waren ringsum zu sehen. Eine lange Pause folgte!

Der Steinadler rief zum Abstieg und drehte eine Runde über dem Gipfel. Ein wunderschöner Moment. Aber nun los. Andi war bereits losmarschiert. Runter zum Sattel und über den nächsten Aufstieg P.2496 in eine neue Landschaft. Es wurde karger, mit viel Geröll und einigen Schneefelder. Ich liebe es. Wir hatten bereits vorher etwas bedenken wegen der Schneefelder. Doch diese konnten mit der nötigen Vorsicht gut überquert werden. Beim Verzweiger auf den Uri Rotstock gab es noch die letzte Pause. Da kam Andi um die Ecke zurück. Ich hatte schon befürchtet, dass wir wegen eines Schneefeldes wenden müssen. Doch er hat seine Pause nur im Schatten gemacht und ich habe ihn gar nicht bemerkt. Das Gelände wechselte die Farbe nadisna wieder zu grün. Lange dauerte es nicht mehr, bis wir beim verdienten Imbiss auf der Musenalp auf den tollen Tag anstossen konnten. Die urchige Holzkisten Seilbahn brachte uns danach wieder sicher zurück ins Tal.

Ja, der Gitschen ist wirklich kitschig schön. Es war eine wunderschöne Bergwanderung. Abwechslungsreich, spannend und beeindruckend. Danke Andi für die Begleitung, obschon wir eigentlich immer getrennt voneinander marschierten. Hat dennoch Spass gemacht.

Zu den Fotos:

 

 

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1 Kommentar zu „Gitschen, 2’513 m“

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