Bereits im Mai 2022 reizte mich diese Überschreitung. Doch damals lag noch viel Schnee und ich war mit dem Bike unterwegs von der Stockalp zur Klewenalp.
Nach der spannenden Tour auf den Pilatus von gestern, blieb ich gleich in der Region. In Emmetten Übernachtete ich. Das Frühstück mit Lachs war perfekt. Gestärkt bestieg ich um 8 Uhr die Bahn auf den Niederbauen. Zum Aufwärmen besuchte ich zuerst noch den Hundchopf, wo es eine prächtige Aussicht nach Altdorf und den glänzenden See gab. Das Pärchen, das am Speck braten war, störte mich bei der Cachesuche nicht. Ich marschierte weiter, denn lange Pausen lagen heute nicht drin. Über den Fulberg ging es weiss/blau weiter gegen den Oberbauenstock. Die gesicherten Passagen waren Problemlos zu meistern. Auf dem Grat angekommen, war es klar dass ich den noch Gipfelcache und das tolle Gipfelkreuz besuchen wollte. Um 10:10 war ich oben, erledigte meine Aufgaben und nahm einen Schluck aus der Flasche.
Nun folgte die lange Gratwanderung. Die Nutztiere können bis auf den Grat futtern kommen. So sind im Vergleich zu gestern wohl keine Wildtiere zu beobachten. Das Adlerpaar die vorbei segelte, war rasch weg. Jedenfalls bevor ich die Kamera gezückt hatte. Auf dem nie gefährlichen blau weissen Grat ging es stets auf und ab. Die Höhenmeter kamen denoch auf den Zähler. 11:30 Gandispitz, 12:10 Vorder Jochli. Den Schwalmis Gipfel lag vor mir. Weglos wurde der Grat anvisiert. Durch die grosse grüne Scharte stieg ich hoch. Das ging besser als von der Weite aus betrachtet. Über den Grat war der Aufstieg zum Gipfel kein Problem mehr. Wie schon den ganzen Tag war es recht frisch und immer wieder zogen Wolken vorbei und versperrten die Aussicht. Um 12:45 genoss ich endlich mein Gipfel-Sandwich. Die Höhenmeter waren geschafft und es folgte nun ein langer Abstieg.
Vorsichtig und knieschonend stieg ich auf dem Grat ab. Das Gras wurde höher und der Turmfalke war am Jagen. Ich jagte auch noch einige Geocache Dosen auf dem Rückweg zur Stockalp. Diese errecihte ich um 15:45 und nach 17,5 km, 1’370 positiven und 1’650 negativen Höhenmeter. Das dunkle Bier verdient. Eine herrliche Tour.

