Wildes Sustengebiet. Taleggli- und Seebodensee

Um 5 Uhr war ich wach und wusste, was ich im Kopf hatte. Sicher bald mal Kaffee und Frühstück und der Plan Richtung Susten zu fahren. Also los.

Kein Verkehr auf der Passstrasse und das Auto konnte ich beim Steingletscher parkieren. Mit dem Bike fuhr ich flott wieder runter auf 1380 m. Bim Sagli parkierte ich und marschierte um 7:30 h los. Es war noch recht frisch als ich entlang dem Steiwasser aufwärts marschierte. Beim Punkt 1615 überquerte ich nicht die Brücke, sondern suchte meinen Weg durch feuchtes Gras und Gebüsch. Der Pfad war schwach sichtbar aber je weiter hoch ich kam, desto besser sah ich die Wegspuren. Problemlos erreichte ich die Hütte bei Lischen. Kurze Pause und die langen Hosenbeine montiert. Der unmarkierte Weg war doch recht wild und auch ein paar Brennnesseln brannten an den Wadli. Ich stieg sehr gespannt weiter hoch und es folgte eine spannende Bachqueerung, die bei mehr Wasser sicher nasse Füsse beschert. Ich stieg hoch bis auf 2050 Meter. Das war meine Höhe. Denn von hier aus ging es eben rüber zum ersten Seeli. Davor aber nochmals eine Bachüberqueerung. Das Seeli wollte sich noch nicht zeigen. Doch gut versteckt entdeckte ich das idyllische Taleggliseewli. Wow wie schön hier oben. Über eine Stunde machte ich Rast und legte mich hin. So angenehm und mutterseelenalleine.

Aber ich wollte ja noch weiter. Auf Pfaden die gespickt mit Steinmanndli waren, aber nie gefährlich, erreichte ich mit ca. 2170 m den höchsten Punkt. Aussicht zum Steingletscher, ja mein Auto steht noch dort, und dem Seebodensee. Dort runter will ich nun. Irgendeinmal hatte ich die Steinmannli verloren. Doch der Abstieg „gredi abe“ war ungefährlich. Oberhalb vom wunderschönen See machte ich nochmals eine längere Pause mit einer atemberaubenden Aussicht. Herrlich.

Ich marschierte anschliessend noch runter zum See und gemütlich zurück in die Zivilisation. Beim Steingletscher trafen sich viele Personen die mit lauten Motoren die Passstrasse rauf oder runter donnerten. Ja, ich war früher auch so einer Genüsslich verschwand der Aprikosenkuchen in meinem Bauch. Ich fuhr mit dem Auto abwärts, packte mein Bike ein und tuckerte sehr zufrieden nach Hause. Genau. SEHR zufrieden!!!

 

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