Die Nacht auf der Kummenalp war erholsam. Nach dem Frühstück fuhr ich im Windschatten vom Postauto auf die Faldumalp. Angekommen führte ich zuerst ein Gespräch mit einem (Fast) Einheimischen. Er beschwerte sich zuerst, dass nun ein Postauto hier hochfährt, das die Strasse kaputt macht, über die viele Biker die zu Acht kommen, über die Touristen und auch über die Genossenschaften, die nicht das seinen was früher. Als seine Psychohygiene sauber war meinte er, man soll das Leben doch einfach geniessen. Gleicher Meinung marschierten wir los. Ich hoch er runter. Der Wanderweg über das Horiläger war wunderschön. Genuss pur. Ich erreichte den P.2584 wo es massive Überbauungen hat. Der rot weisse Weg über den Stritungrat gefiel mir sehr. Der Wind war frisch und ich über Langarm froh. Ohne weitere Probleme erreichte ich den ersten Gipfel den Niwen oder auch Einigs Alichij genannt. Nach einer kurzen Rast fand ich den Abstieg zum Niwenpass gut. Einen Referenzpunkt zum Aufstieg hatte ich und fand den Pfad auch. Doch dann folgte ich plötzlich einem Schafspfad durch das Grün Richtung West, was nicht optimal war, wie ich das später bemerkte. Ich erreichte den Grat und dachte es sei einfacher darüber und nebendran einen Pfad zu finden. War es leider nicht. Vorsichtig musste ich ca. 200 Meter vor dem Gipfel wieder steil absteigen und untendurch eine Lösung finden. Ich war nicht mehr in meiner Wohlfühlzone. Aber als ich es geschafft hatte, ging ich mal zum Gipfelaufschwung. Dieser war zwar auch T5 aber um einiges einfacher als die Übung vorher. Auf dem Faldumrothorn angekommen drehte ein Steinadler seine Runde und verjagte die Dohle. Der Blick tief ins Lötschental war sehr schön, aber auch traurig. Ich wollte ganz wieder runter. Nach der Kraxelstelle ging ich diretissima abwärts, was um einiges einfacher war als der Aufstieg oben durch. Gut und etwas beruhigt war ich wieder auf dem Niewenpass angelangt. Weiter direkt stieg ich in den Faldumgrund ab. Problemlos und mega schön. Die Wanderung durch das traumhafte Tal war echt genial. Kühe, Pferde und Murmeltiere. Alle zufrieden ohne Probleme (scheint es). Ein Ausblick und eine Ruhe einfach wunderschön. Kurz vor der Faldumalp badete ich noch meine Füsse in der Suone und tankte nochmals Kraft, bevor es durch den Lötschberg wieder in den Alltag ging.


Hei Beat häb dr Sorg i ha grad a dini Chnöi dänkt wo du vom Direttissima Abstieg hesch gschribe.
Wunderschön wie immer.Dankä fürs zeigä