Pauschalreise Kenia mit Safari? Kann das was sein für mich nach Tansania im 2023? Gebucht war es jedenfalls und es ging los.
Der Flug nach Mombasa war überraschend spannend und ich kam gut an im Hotel Leopard Beach am Diani Beach. Ein sehr netter Empfang und das Zimmer passte auch. Der Affe kam auch schon zu Besuch. Der erste Schwumm im Meer war nicht erfrischend. Es war eine warme Badewanne. Locker würde man es den ganzen Tag aushalten. Am Folgetag hatte ich „frei“ bevor es dann auf Safari geht. Etwas Geocachen und schnorcheln gehen und dabei unzählige Taxifahrer und aufdringliche Beachboys mit einem „Nein danke“ abwimmeln.
Am Samstag flog ich mit dem Flugzeug nach Nairobi und wurde vom Taxifahrer ins Hotel gefahren. Von meiner Pauschalreisegruppe für die Safari konnte ich noch niemand ausmachen. Termin Morgen 8:00 an der Rezeption. Nach dem Frühstück und bisschen selber hin und her organisieren, was schon in Mombasa nötig war, traf ich den Guide Lucky und die Gäste Trine und Alina aus dem Norden von Deutschland. Für eine Pauschalreise eine angenehme Gruppegrösse. Da hatte ich mehr bedenken. Wir hatten es auch schnell lustig. Die ganze Safari war sehr angenehm und unkompliziert, mit der ganzen Gruppe, wo auch der Fahrer noch dazu gehörte. Wir übernachteten zwei Nächte in der Sopa Lodge bei Amboseli NP und eine Nacht in der Voi Lodge beim Tsavo NP. Beide Lodges waren, für meinen Geschmack zu gross und auf viele Touristen ausgerichtet. Vorallem die Voi Lodge. Grosse Buffets für viele Gäste und ein hastiges kommen und gehen. Kaffee aus dem Beutel selber anrühren und die Zimmer eher ein Hotel als eine gemütliche Lodge. Aber egal. Ich habe damit gerechnet. Die Pirschfahrten waren im Allgemeinen gut. Wenn ich jedoch mit Tansania vergleiche, wo wir den ganzen Tag unterwegs waren, inkl. Mittagslunch und Kaffeepausen im National Park, waren die 6 Pirschfahrten in Kenia a ca. 2-3 h für mich zu kurz. Vor allem wenn man bedenkt, dass man teure Tageseintritte für die Parks bezahlt. (90 USD Amobseili, 80 USD Tsavo Ost). Aber einen Hacken muss ja Pauschalreisen haben. Spass machte es trotzdem sehr und einige Tiere und tolle Landschaften haben wir auch gesehen. Nachdem der platte Reifen kurz vor dem Hotel repariert war, bezog ich wieder mein Zimmer. Der Früchtekorb haben mir die Affen geschickt geklaut. Auch Kaffeebeutel, Zucker und drei Silikonbeutel für die UW Kamera. Saubande das.
Ab dem nächsten Tag war Tauchen angesagt. Vom Patrick wurde ich immer pünktlich abgeholt. Ich brachte ihm zuverlässig etwas zum Frühstück. Dann ging es in 10 Minuten zur Tauchbasis The Crab. Nach der Anmeldung und dem ersten Briefing ging es mit dem Boot aufs Meer und später mit der Flasche unters Wasser. Diesen Zyklus wiederholt sich drei Tage mit je zwei Tauchgängen. Dann brauchte ich einen Tag Pause, um mich vom starken Wellengang zu erholen. Dann waren nochmals drei Tage Tauchen bei zum Glück flachem Meer angesagt. Mit meiner neuem Kamera (OM TG-7) konnte ich unter Wasser pröbeln und einige coole Bilder an die Oberfläche bringen. Das Aussortieren geschah jeweils gemütlich auf dem Liegestuhl am Strand. Die Unterwasserwelt in Kenia hat mir sehr gut gefallen. Echt WOW. Coole Tauchspots, gute Sicht, viele Tiere und ein Tauchen wie ich es mir wünschte. Nitrox, wenige Taucher, kleine Gruppen, Zeit zum Fotografieren. Gemütlich und einfach alles stressfrei und Pole Pole.
Und so gingen die Tage dahin. Das Hotel mauserte sich dann auch immer mehr zum Pauschal all-inklusive Ort. Viele Polen und Deutsche waren dort. Einige laut und andere unauffällig. Schweizer habe ich keine getroffen. Das Essen war gut und verhungern oder verdursten kann man dort sicher nicht. Viel Personal war stets anwesend, hilfsbereit und gab sich sehr grosse Mühe. Das Hotel erbringt einen grossen Aufwand, dass es den Gästen gut geht. Ich fand auch meine ruhigen Orte. Der Strand war lang und die Massagen bei Eva gemütlich.
Und nun? Tansania oder Kenia? Land und Leute empfand ich als recht gleich. Die individuelle Reise nach Tansania lässt sich nicht mit der Pauschalreise in Kenia vergleichen. Aber dass deswegen die Kenia Reise weniger toll und wertvoll war, trifft auch nicht zu. Ich habe es gut getroffen und konnte die 14 Tage sehr geniessen. Mit vielen schönen Erinnerungen und gesund flog ich wieder zurück in die kalte und weisse Schweiz.


Wow! Mega coole Bricht u wahnsinns Fotos 🙂 Danke!