Wildhaus: Auf der Suche nach Schlorzifladen und Schnee

Da es nicht das Wallis oder das Berner Oberland sein sollte, wurde es nun Wildhaus. Eine recht spontane Buchung mit Gaby für drei Tage.

Ich hatte das Privileg einen Tag früher anzureisen als Gaby und machte mich mal auf Reko-Tour. Viel Schnee fand ich nicht. Doch ich fand das Studio Chic das auch mit Whirlpool wirklich Chic war. Kaum war die Autotüre geöffnet begrüsste mich eine Katze. Im Studio angekommen öffnete ich das Fenster und die (gleiche) Katze kam herein. Es waren gesamt drei Katzen, die sich in den nächsten Tagen bei uns die Klinke in die Hand gaben. Die Kleine, die Grosse und dir Tschäggete, da wir die Namen nicht kannten. Auch in der Nacht war es ein Kommen und Gehen. Aber wir waren ja nicht wegen den Katzen in Wildhaus.

Donnerstag, 26. Februar

Ich machte heute einen Pistentag auf der Chäserrugg, während Gaby die Anreise nach Wildhaus in Angriff nahm. Einen Abstecher zu Fuss von der Chäserrugg auf den Hinderrugg musste sein, um einen Blick hinten runter auf den Walensee und Richtung Rheintal zu erhaschen. Herrlich! Nachdem ich anschlissend jeden Lift mindestens einmal gefahren bin, versuchte ich noch eine Skitour Richtung Gluristall. Der Schnee war da, aber pickelhart. Ich entschied mich nur bis P.1899 zu gehen, wo ein riesiger Steinmann stand. Der Sattel kann warten. Die Abfahrt war ok, das Kafi war sehr ok. Unterdessen meldete sich auch Gaby, die schon einen Schlorzifladen gefunden hat. Keine Ahnung was das war. Doch ein Foto vom „Flade im Gade“ klärte mich auf und macht Appetit. Wir beide sind nun im Studio Chic angekommen. Nach dem Whirlpool gab es Ghackets und Hörnli.

Freitag, 27. Februar

Um vom Tal aus auf eine Skitour zu starten, gab es nur eine Variante. Ab Starkenbach 600 Höhenmeter dem Weg entlang nach Vorderselun. Ob wir dann das eigentliche Ziel den Selun ansteuern, werden wir spontan entscheiden. Wir suchten den Schnee bis wir den Weganfang fanden. Trotz prekären Verhältniss entschieden wir dem knapp bedeckten Weg zu folgen. Der Aufsteig war recht lang und die Abfahrt graute schon etwas. Beim Sendermast wurden wir belohnt mit toller Aussicht über die Churfirsten. Der Selun war recht abgeblasen und sah wenig verlockend aus. Also peilten wir Seelisbüchel, 1’864 m an, da die Abfahrt von dort wohl mehr Spass machen könnte. Der Aufstieg war sehr schön und wir waren alleine unterwegs. Nach einer längeren Pause fuhren wir abwärts. Weich wurde der Schnee nicht, aber er war gut fahrbar. Die lange Wegstrecke mussten wir nun meistern. Das ging in die Beine. Am Schlusshang konnten wir noch ein paar flotte Kurven zaubern und mich haute es noch auf den Latz. Schlorziflade und Kafi? Ja doch! Ab in den Gaden zum Fladen. Der Kuchen schmeckte lecker und wir genossen die letzten Sonnenstrahlen. Das obligate Bier im Pool und ein feines Fondue zum z’Nacht war ein toller Abschluss. Katenbesuch natürlich inklusive.

Samstag, 28. Februar

Eine gemütliche und chillig Tour, da auch Bewölkung gemeldet wurde. Ab Alt St. Johnann ging es gemütlich mit der Bahn nach Sellamatt und mit dem Schlepper nach Zinggen. Felle montieren an der Sonne und nochmals Richtung Glurisattel. Aber dieses mal bis ganz nach oben. Auch Gaby will noch runtergucken. Es war warm und wir schwitzten. Ab dem Grossen Steinmann waren wir froh um die Harscheisen. Die Unterlage war recht hart. Die Eisen gaben die nötige Sicherheit. Oben angekommen quatschten wir mit einem Thurgauer. Der wollte und „brätsche“ da wir Berner ins Toggenburg zu Skitouren kommen, da wir doch die viel besseren Tourenberge haben. Nach dem kurzweiligen Schwatz und der Pause fuhren wir runter nach Zinggen. Auch hier war der Schnee hart aber gut fahrbar. Schlorzi und Kafi im Zinggen? Klar doch. Auch hier verweilten wir bis die Sonne sich verabschiedete. Auf der sulzigen Piste machte die Abfahrt nach Unterwasser noch viel Spass. Das obligatorische Bier im Pool und ein sehr leckeres Nachtessen im schmuck eingerichteten Gade rundete die drei Tage in Wildhaus perfekt ab. 

Am Sonntag war packen und laden angesagt. Das Wetter grau und nass. Die Grosse Katze blieb im Studio, bis wir sie „rauswerfen“ mussten. Danke für die tollen Tage im Wildhaus! Nun weiss auch ich was ein Schlorzifladen ist und wie er schmeckt.

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