Vor über 10 Jahren war ich das erste und letzte Mal in der Balmhornhütte. Dies war nur ein Tagesbesuch ohne Übernachtung und auch der Gasterespitz wurde nicht besucht. Zeit dies zu ändern.
Manu und René behüteten und bewirteten diese Woche die Hütte. Sie waren so lieb noch eine Nacht länger dort oben zu bleiben. Um 10:15 traf ich in Kandersteg auf Vreni, die mit dem Zug aus dem Loch vom Wallis her kam. Zuerst gab es drei Rivella und drei Mineralwasser. Wahrscheinlich wollte uns der Kellner eine Hyperhydration auf den Weg geben, oder er verstand unsere Bestellung „E dreier Rivella u Mineral“ nicht genau. Wir radelten danach mit unseren Bikes ins Gasterntal. Natürlich zu den angegebenen Fahrzeiten gäu Vreni. Oben angekommen studierten wir das Wetter, da noch Gewitter gemeldet wurde. Die Zeit sollte jedoch reichen noch bis zu Hinderst ins Gasterntal zu radeln. Gesagt, getan machten wir die Runde in das wunderschöne Tal und zurück. Dabei konnten wir nebst einer tollen Landschaft auch schon die Balmhornhütte sehen. Die Bikes stellten wir unten am Beginn vom Wanderweg ab. Ein Tupper mit süssen Kirschen wurde noch vertilgt bevor es aufwärts ging. Steil und auf einem spannenden und guten Wanderweg gewannen wir an Höhe. Vorbei an einem verblühten Frauenschuh verabschiedete sich der schattenspendende Wald. Wir spürten einige Tropfen, was aber kein Grund war ein Regenschutz anzuziehen. Wir vernahmen dann, dass es bei der Hütte mehr geregnet hat. Zweimal überquerten wir das Wasser und nach einer kurzweiligen Wanderung von knapp 2 Stunden erreichten wir die Hütte. Wir wurden von den Jungs mit Tee begrüsst. Auch die anderen Gäste und Hüttenwarte wurde die Hand geschüttelt. Chillig genossen wir das Hüttenleben beim plaudern und jassen. Das Raclette zum Nachtessen schmeckte sehr. Die Revanche beim jassen ging jedoch in die Hose. Also gingen wir zum sehr schönen Abendrot die Zähne putzen. Und ab ins Bett.
5:45 h wurde ich aus dem Tiefschlaf geweckt. Es war eine sehr ruhige Nacht in der Hütte und ich schlief wie ein Stein. Tagwache und einfaches Frühstück. 6:20 h Abmarsch zum Gasternspitz. Eine wunderschöne Wanderung. Zuerst über sattes Grün, das mit vielen blühenden Blumen geschmückt war und sich dann langsam in graues mit Steinen verziertes Gelände wandelte. Über den kargen Grat wo einige kleine Blümchen am Wegrand standen, kamen wir dem Gipfel näher. Immer wieder der tolle Blick ins Gasterntal, aufs Balmhorn und rüber ins Wallis. Wunderschön und angenehm von der Temperatur. Nach zwei Stunden standen wir beim grossen Gipfelkreuz. 45 Minuten genossen wir Kirschen, Nüsse und die Aussicht. Wie der Aufstieg war auch der Abstieg kein Problem. Der Zustieg zur Hütte stufe ich als anspruchsvoller ein. Nach total vier Stunden erreichten wir wieder die Hütte. Es freute uns sehr, dass auch Manu und René noch hier waren. Nach einem Umtrunk nahmen wir zu viert den Abstieg unter die Füsse. Auf dem Abstieg sahen wir noch mehr Frauenschuhe, die wir beim Aufstieg nicht gesehen haben. Auch trafen wir nochmals auf Rolf und Judith die auch mit uns in der Hütte nächtigten. Im Tal angekommen war es noch ein Muss im Restaurant einzukehren. Etwas Salziges und darüber noch was Süsses verziert mit einem Bier. Das war lecker. Wir verabschiedeten uns und zur richtigen Uhrzeit fuhren wir runter nach Kandersteg. Schnell waren wir am Bahnhof und es reichte für Vreni zeitlich perfekt auf den Zug ins Wallis.
Wow, was für eine coole Tour in einer sehr schönen Landschaft. Eine gemütliche Hütte ohne Stress und wenig Leuten. Es war wunderschön, Vielleicht nächstes Jahr wieder, wenn es dann auch Käse zum Frühstück gibt ;-). Herzlichen Danke Euch allen für die tolle Zeit!


Cool! Schöni errinerige! I hoffe das i au wieder gli mau guet cha nidsi laufe u de geits de wieder los
Frühstück Käse