Beesibärgli, 2’700 m

Als Beesibärgli (oder Böses Bärgli) bezeichnet man das Schutt- und Felsstufengelände südl. des Glecksteins, welches bis an den Oberen Grindelwaldgletscher. Ich war schon im August 2022 mal dort oben (Link). Weil es so schön war und es im Tal so heiss ist, wollte ich nochmals hoch. 

6:30 bestieg ich in Interlaken den Zug. Wie schon von vier Jahren fuhr ich mit dem Bike hoch gegen die Grosse Scheidegg, um dann zur Glecksteinhütte abzubiegen. Zu Fuss marschierte ich aufwärts. Bald entdeckte ich die Alpen Akelei. Eine wunderschöne Blume die bedauerlicherweise auf der Roten Liste steht. Leider war es auch die Einzige die ich sah. Dafür ein Prachtexemplar. Ich wollte auch wieder zum Lost Place vom Wetterhorn Lift. Natürlich rasch den Geocache kontrolliert. Später traf ich auf die Weisse Trichterlilie. Auch diese Wunderschön. Ich erreichte die Hütte, machte aber keine Rast. Es ging gleich weiter. Ich entschied mich dieses Jahr zuerst den unteren Weg zu begehen. Da es noch einige Schneefelder hatte, war ich auch nicht sicher wie weit ich komme. Doch mit dem Überqueren der Bäche und der Schneefelder ging das ganz gut. Auch die mit Drahtseilen und Bügel gesicherten Stellen waren mit der nötigen Vorsicht gut zu meistern. Murmeli und Steinbock warteten auch brav unterwegs. Heute ging ich ein paar Stufen höher als das Beesebergli eigentlich wäre. Das ging ganz gut. Und auf 2’700 m hatte ich eine tolle Aussicht auf den Gletscher. Es war auch angenehm kühl. Genuss pur!

Ich machte nicht zu lange Pause, da noch ein langer Abstieg auf mich wartete und ich auch nicht wusste, ob der obere Weg begehbar war. Ich wagte es über das erste Schneefeld und schaute um die Ecke. Die bleu weisse Markierung war stets sichtbar. Manchmal war der Weg doch auch etwas fordernd. Gewisse Bäche hatten auch viel Wasser. Und wenn bei den Gore-Tex Schuhen das Wasser oben reinläuft, sind sie halt auch nicht mehr wasserdicht. Aber egal, ich kam gut zurück in die Hütte. Bei Kaffee und Kuchen konnten die Schuhe trocknen.

Auf dem Abstieg zum Bike traf ich auf eine US-Amerikanerin. Etwas hilflos stand sie im „Bitz“. Ich fragte mal und sie hatte eigentlich kein Plan. Es war auch schon 16 Uhr. Dann fragte sie mich, ob sie da ihr Zelt aufschlagen kann. Eine ebene Fläche sah ich nicht und ich empfahl ihr etwas abzusteigen. Auch, weil am Abend noch Regen gemeldet war. Irgendwie war die auf einem anderen Trip. Aber ich habe dann gesehen, dass sie wieder gegen Grindelwald runter lief. Gut so. Ich fand auch mein Bike wieder und kurvt dann sehr zufrieden durch Grindelwald und weiter nach Interlaken runter. Was für ein genialer Tag!

Link zu den Fotos

 

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1 Kommentar zu „Beesibärgli, 2’700 m“

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