Chüebodengletscher, 2’720 m

Eigentlich sollte es heute gemütlich werden. Mit dem Bike etwas Geocachen und dann zurück ins Berner Oberland. Aber ich habe die Rechnung ohne das Geretal, das östlichste der südlichen Seitentäler des Wallis gemacht.

Ein kurzer Geocachemulti führt in das wilde und einsame Tal.  Bis Schweif ca. 1740 m kam ich gut mit dem Bike. Von Schweif, schweifte mein Blick weiter in das Tal hinein. Da ist kein offizieller Weg aber es hat Pfade und Steinmanndli. OK, ganz unvorbereitet war ich nicht. Habe ich doch am Vorabend etwas gegoogelt und der Gletschersee vom Chüebode im Kopf. Ich traf in Schweif noch eine Person und wir plauderten kurz. Er riet mir bis „Im Cher 2’109 m“ zu gehen. Wir liefen gemeinsam los. Als wir dann weiter plauderten und ich vom Gross Muttenhorn erzählte, meinte er, dass der Gletschersee zu erreichen, somit kein Problem für mich sei. Er bog dann links zum Saasbach ab und ich folgte weiter gerade aus ins Tal. Mal kucken wie weit ich komme. Durch Alpenrosen und viel Heidelbeerstauden die sich bereits im Herbstkleid zeigten, erreichte ich besagten Cher. Der Weg musste teils gesucht und erahnt werden. Es war jedoch nie gefährlich. Nur wunderschön und einsam. 

Im Cher schaute ich mir das graue Geröllzeugs wo es hinaufgehen sollte genauer an. Kein Weg zu sehen, aber die Route war eigentlich klar. Also mal los und das Gerewasser trockenen Fusses überquert. Ich entdeckte bald mal einen Steinmann und erkannte einen Pfad. Super! Ich folgte diesem und  gewann im steilen Teil rasch an Höhe. Die Steine wurden grösser und ich habe den Pfad verloren. Keine Steinmannen mehr. Ich kämpfte mich wieder näher zum Wasser und fand wieder einen Steinmann und den Pfad. Nicht, dass der Aufstieg technisch schwierig war. Aber Orientierung im Gelände und Trittsicherheit auf den teils losen Steinen sind ein Muss. Ich erreichte den Gletschersee und es war einfach nur WOW. Der Aufstieg hat sich sowas von gelohnt. Der Blick vom Passo di Manio in das Bedretto, das Chüebodehorn und der Blick ins Gerental. Eine lange Pause am stillen See gönnte ich mir. Den Gipfel lasse ich für heute sein.

Gespannt war ich auf den Abstieg. Wie finde ich den Weg? Das war ein weniger grosses Problem als gedacht. Irgendwie lachten mich die Steinmänner nur so an und vorsichtig aber dennoch ratz fatz war ich wieder am Gerenwasser. Weiter wanderte ich wieder durch mehr Farben zurück und fand auch mein Bike wieder. Der Ausflug zum See hoch, und zurück war etwa 1000 HM und 10 Kilometer lang. Sehr zufrieden fuhr ich durch das Geretal zurück nach Oberwald. Rasch habe im Volg etwas Koffein getank, bevor es über den Grimsel zurück ins Berner Oberland ging.

Das waren drei absolut geniale und spontane Tage im Wallis. Wunderschön und mit so viel Energie von den Bergen.

Link zu den Fotos:

 

Teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert